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Bundestagswahl 2013: Mehr stimmberechtigte Kölner als zuvor

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Am 22. September findet die Bundestagswahl statt.  Foto: dpa
Wer am Freitag noch keine Unterlagen für die Bundestagswahl erhalten hat, soll sich an die Verwaltung wenden. Noch nie waren so viele Menschen in Köln stimmberechtigt wie zur Wahl 2013. Dringend werden noch Wahlhelfer gesucht.  Von
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Nie zuvor bei einer Bundestagswahl gab es in Köln so viele Stimmberechtigte: Annähernd 721 000 Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren sind dazu aufgerufen, am 22. September über die Zusammensetzung des nächsten Parlaments zu entscheiden. Nach Angaben der Stadtverwaltung beginnt an diesem Freitag der Versand der Wahlbenachrichtigungen. Von Montag an werde die Direktwahl, eine Art Briefwahl mit persönlicher Anwesenheit, in den Bürgerämtern und im Kundenzentrum Innenstadt möglich sein.

Der mit der Post abgeschlossene Versandauftrag sehe vor, dass der weitaus größte Teil der Benachrichtigungen innerhalb von vier Tagen in den Briefkästen liegt, sagte Stadtsprecherin Inge Schürmann. Wer bis Ende kommender Woche noch keine Unterlagen bekommen habe, möge sich an die Verwaltung wenden. Für die Bundestagswahl wurde ein Informations-Telefon eingerichtet (221-21212).

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In Köln treten 29 Kandidaten zur Direktwahl an. Um die Zweitstimmen bemühen sich landesweit 22 Parteien. Am Zuschnitt der vier Wahlkreise, einer davon gemeinsam mit Leverkusen, hat sich nichts geändert. Ebenso bleibt es bei 800 Stimmbezirken und 224 Briefwahlbezirken. Mehr als zwei Drittel der Wahllokale seien mit dem Rollstuhl zu erreichen, ein überdurchschnittlicher Anteil, betonte Schürmann. Um jedem die Teilnahme an der Wahl zu ermöglichen, bietet die Stadt einen besonderen Service an. Jeder Wahlvorstand hat Mobilitätsbeauftragte, die gehbehinderten Menschen bei Bedarf mit einer Papp-Urne und einer tragbaren Wahlkabine vor den Wahlgebäuden die Stimmabgabe ermöglichen.

Die Organisatoren erwarten, dass sich der Anteil der Briefwahl weiter erhöhen wird. 2009 hatten rund 120 000 Kölner ihre Stimme vorab abgegeben, diesmal könnten es bis zu 160 000 werden. Die Verwaltung hat insgesamt rund 1,8 Millionen Euro für die Wahl eingeplant. Gut ein Drittel der Kosten werde das Land im Nachhinein erstatten, sagte der stellvertretende Leiter der Wahlorganisation, Christoph Hurniak.

Die Verwaltung sucht dringend Wahlhelfer. 6500 freiwillige Kräfte werden gebraucht, erst 4000 haben sich angemeldet. Für die Tätigkeit zahlt die Stadt je nach Funktion zwischen 40 und 60 Euro.

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