30.08.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Bezirksrathaus: Ämter ziehen vorübergehend um
06. May 2013
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Bezirksrathaus: Ämter ziehen vorübergehend um

Die Meldehalle soll demnächst in den früheren Räumen des Wahlamts am Athener Ring untergebracht werden.

Die Meldehalle soll demnächst in den früheren Räumen des Wahlamts am Athener Ring untergebracht werden.

Foto:

Pew

Chorweiler -

Neue Fenster, Türen und eine moderne Brandschutzanlage: Das Bezirksrathaus in Chorweiler wird von diesem Herbst an generalsaniert. Für rund zehn Millionen Euro will die Verwaltung das Gebäude am Pariser Platz in Stand setzen. Die Bauarbeiten sollen in zwei Abschnitten erfolgen und voraussichtlich im Oktober beginnen. Die Bürger von Chorweiler sind davon unmittelbar betroffen: Die Meldehalle zieht für die gesamte Bauzeit in das Gebäude des Kölner Wahlamts – direkt gegenüber des Chorweiler Stadthauses. Und das, obwohl die Halle bereits im Jahr 2009 renoviert wurde und von den anstehenden Arbeiten gar nicht betroffen ist. „Wir wollen die Mitarbeiter vor Lärm schützen“, sagt der Leiter der Gebäudewirtschaft, Engelbert Rummel. Wann genau die Meldehalle ihr temporäres Heim bezieht, ist noch unklar.

Bei dem Umzug spielt der Stadt ein weiterer Umstand in die Hände: Das städtische Wahlamt wird derzeit vom Athener Ring nach Kalk verlegt und dort auch bleiben. Grund sei die Kommunal- und Europawahl 2014, die einen großen Aufwand und mehr Platz als bisher erfordere. Der Raum in Chorweiler reiche dafür nicht mehr aus und steht nun der Meldehalle zur Verfügung.

Mehrere Behörden siedeln um

Auch die Mitarbeiter des Bezirksjugendamts und des Kassen- und Steueramts müssen ihre Kartons packen. Das Jugendamt siedelt ins Chorweiler Stadthaus am Athener Ring über; das Kassen- und Steueramt soll voraussichtlich an den Laurenzplatz in der Innenstadt ziehen. „Beide Behörden kehren nach der Sanierung aber in das Rathaus zurück“, betonte Hans Stommel vom Personal- und Organisationsamt, das den Umzug begleitet.

Die restlichen Büros – beispielsweise die Räume der Bezirksvertreter, die Fraktionszimmer, das Ausländeramt und das Bürgeramt – bleiben weiterhin im Rathaus und siedeln nach Ende der ersten Bauphase in den bereits fertiggestellten Gebäudetrakt um.

Neuer Brandschutz und neue Elektrik

Anlass der Sanierung ist die fehlende Brandschutzanlage. Das Haus wurde in den 1980er Jahren erbaut, damals wurden keine entsprechenden Vorkehrungen getroffen. Doch eine neue Anlage ist zwingend notwendig – und so wird nun eine nach neuestem technischen Standard installiert. Zudem erhält das Gebäude eine neue Elektrik. „Kurzum: Es ist in die Jahre gekommen“, sagt Rummel. Und da in naher Zukunft ohnehin eine Renovierung geplant war, „haben wir beschlossen, jetzt alles auf einmal zu erledigen.“

Dazu gehören auch neue Fenster und Türen sowie ein neues Dach. Handwerker werden zudem die Abwasserleitungen ersetzen und die Innenräume auf den neuesten Stand bringen. „Wir werden es richtig schön machen“, so Rummel. Die Aufzüge sollen aber nicht erneuert werden. Das angrenzende Restaurant und das Schwimmbad würden durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt, heißt es aus der Gebäudewirtschaft.

In zwei Jahren könnte das Rathaus in neuem Glanz erstrahlen – das hofft zumindest die Stadtverwaltung. „Es kann aber auch etwas länger dauern“, sagt Rummel. Die Mitglieder der Chorweiler Bezirksvertretung nahmen die Ankündigungen der Stadt zur Kenntnis. Sie hatten während ihrer Sitzung in einer Anfrage um weitere Informationen zum geplanten Umzug gebeten.