23.07.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Fall Lea-Sofie: Mutter darf nicht zur Beerdigung

Viele Menschen bekunden am Pariser Platz ihre Trauer mit Kerzen und Stofftieren.

Viele Menschen bekunden am Pariser Platz ihre Trauer mit Kerzen und Stofftieren.

Foto:

ARTON KRASNIQI, KSTA

Köln -

Der Leichnam der kleinen Lea-Sofie ist zur Beerdigung freigegeben worden, das hat die Staatsanwaltschaft am Freitag mitgeteilt. Allerdings wird die Mutter nicht an dem Begräbnis teilnehmen dürfen. Zwar habe sie den Wunsch geäußert, die Staatsanwaltschaft diesem jedoch nicht entsprochen. „Wegen der Schwere der Haftgründe wird sie im Gefängnis bleiben“, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer.

Mit der Freigabe der Leiche ist auch die Obduktion abgeschlossen. Ein offizielles Ergebnis gibt es laut Bremer jedoch noch nicht. So bleibt die genaue Todesursache unklar.

Der Lebensgefährte der Mutter Lea-Sophies, der als mutmaßlicher Täter gilt, soll bei der Polizei als gewalttätig bekannt gewesen sein. Zuvor hatte der Mann mit einer anderen Frau und deren Kind zusammengelebt, es soll mehrfach zu häuslicher Gewalt gekommen sein. Das Jugendamt kümmerte sich um diese Familie.

Der leibliche Vater Lea-Sofies ist unbekannt. Der Mann, den die Mutter dem Jugendamt angegeben hatte, streitet die Vaterschaft ab. Die Stadt Köln führt deshalb ein Feststellungsverfahren. (adm, bls)