27.08.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Geiselnahme in Köln: Geiselnehmer forderte drei Millionen Euro

Wann die Kita in Chorweiler, in der am vergangenen Freitag sich das Geiseldrama abspielte, wieder geöffnet wird, bleibt offen.

Wann die Kita in Chorweiler, in der am vergangenen Freitag sich das Geiseldrama abspielte, wieder geöffnet wird, bleibt offen.

Foto:

Peter Rakoczy

Chorweiler -

Der Geiselnehmer aus der Kindertagesstätte Osloer Straße in Chorweiler schweigt auch sechs Tage nach der Tat zu den Hintergründen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Der 47-Jährige ist inzwischen aus dem Justizkrankenhaus Fröndenberg in ein Gefängnis verlegt worden.

Ein SEK-Beamter hatte ihn am 5. April bei der Befreiung des Kita-Leiters (51) mit einem Schuss in die Schulter verletzt. Schulden sollen den Täter in die Privatinsolvenz getrieben haben. Bei der Geiselnahme hatte er drei Millionen Euro und ein Fluchtauto gefordert.

Die Kita ist noch geschlossen. "Wir geben ihr einen neuen Anstrich, bevor der Leiter und sein Team zurückkehren", sagte Stadtsprecherin Inge Schürmann. Die Räume würden renoviert und neue Fenster eingebaut.

Der Täter hatte sich fast zehn Stunden lang mit dem Leiter in dessen Büro eingeschlossen und ihn mit einem Messer verletzt. SEK-Beamte warfen schließlich eine Blendgranate in den Raum, weil der Täter seine Geisel massiv bedroht hatte und die Schreie des Leiters immer lauter wurden. Die Beamten hatten alles darangesetzt, die Geiselnahme gewaltfrei zu beenden. (hsr)