26.07.2016
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Jugendzentrum: Krebelshof eröffnet im Frühjahr

Ein Konsortium aus vier Betreibern übernimmt das Jugendzentrum

Ein Konsortium aus drei Betreibern übernimmt das Jugendzentrum .

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Schöneck

Worringen -

Es sieht gut aus für die Jugendarbeit im Krebelshof. Das Jugendzentrum im Worringer Bruch kann aller Voraussicht nach im Frühjahr kommenden Jahres wieder öffnen. Das geht aus einer Mitteilung der Dezernentin für Bildung, Jugend und Sport, Agnes Klein, an die Bezirksvertretung Chorweiler hervor. Nach der Insolvenz des bisherigen Betreibers übernimmt ein Konsortium aus vier Trägern die Einrichtung schrittweise.

Nicht zuletzt das Engagement der Worringer Bürger hatte dafür gesorgt, dass rasch eine Lösung gefunden wurde. „Das darf nun nicht nachlassen“, mahnte Bezirksbürgermeisterin Cornelie Wittsack-Junge in der Sitzung der Bezirksvertretung deutlich.
Weil die Stadt außer dem Zuschuss für die Betriebskosten nichts beitragen wird, setzen alle Beteiligten auf die „Muskelrendite“ aus diesem Engagement.

Renovierungsbedarf

Ein Zusammenschluss aus Jugendzentren gGmbH, Sozialdienst Katholischer Männer, dem Verein Lino-Club und dem Bürgerschaftshaus Bocklemünd/Mengenich arbeitet derzeit an einem Konzept für einen gemeinsamen Betrieb. Der jährliche Betriebskostenzuschuss für den Krebelshof in Höhe von 168 000 Euro steht nach wie vor im städtischen Haushaltsplan. Damit können zwei hauptamtliche Mitarbeiter und Honorarkräfte finanziert werden. An den Gebäuden gibt es allerdings einiges zu tun. „Die Toiletten sehen schlimm aus“, berichtete Christoph Geißler von der Geschäftsführung der Jugendzentren. Im Gutshaus müssen die Kohleöfen durch eine moderne Heizung ersetzt werden. Er hofft, dass die Bürger selbst Hand anlegen.

Politisch absegnen muss die neue Trägerschaft der Jugendhilfeausschuss. Dessen Vorsitzender Ralf Heinen (SPD) erwartet eine positive Entscheidung, die spätestens Anfang 2013 anstehe. Auch er freut sich über die Zusammenarbeit. „In dieser Form gab es das bislang in Köln noch nicht“, sagt er. Trotzdem bleibe die Jugendarbeit ein Konkurrenzgeschäft. „Die Betreiber müssen sehen, dass sie mit knappen Mitteln ihr Geschäft am Laufen halten“, so Heinen. Kooperationen seien sinnvoll, um Kräfte zusammenzulegen.

Ostercamp 2013

Im Krebelshof müssten die kommerziellen Angebote, wie der gastronomische Betrieb oder die Musikveranstaltungen, „intelligent“ genutzt werden, damit die dort erzielten Einnahmen dem Jugendbereich zugute kämen. Auch Geißler wünscht sich eine Gastronomie, „die Gewinn abwirft“. Zudem gebe es erste Überlegungen für Benefizkonzerte mit Künstlern, die dem Krebelshof schon lange verbunden sind. Auf das Engagement der Bürger bleibt der Krebelshof dennoch angewiesen. „Nur als Gemeinschaftsprojekt kann er in der alten Form gesichert werden“, machte Geißler deutlich.

Zunächst soll der Jugendbereich den Betrieb wieder aufnehmen. Geißler zeigte sich zuversichtlich, dass die Kinder und Jugendliche das Ostercamp im nächsten Jahr wieder besuchen können werden.


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