28.07.2016
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Neue Fahrgastunterstände: Mehr Bushäuschen für den Norden

1500 neue Fahrgastunterstände sollen im gesamten Kölner Stadtgebiet aufgestellt werden.

1500 neue Fahrgastunterstände sollen im gesamten Kölner Stadtgebiet aufgestellt werden.

Foto:

Wischgoll

Chorweiler -

Der Streit um neue Bushäuschen zwischen Stadt und Kölner Verkehrs-Betrieben auf der einen und der Bezirksvertretung Chorweiler auf der anderen Seite ist beigelegt. In einer Sondersitzung einigte man sich auf eine Lösung. Anfang Juni hatten Stadt und KVB eine Liste mit Kölner Haltestellen vorgelegt, die bis zum Jahr 2015 neue Fahrgastunterstände erhalten sollen – die alten werden zum 1. Januar abgebaut. Im Bezirk wird es an 94 Stationen solche Häuschen geben.

Das sind zwar 37 mehr als bisher, doch müssen im Gegenzug 23 Unterstellmöglichkeiten an bestimmten Bus-Stops abgebaut werden, abhängig von den Passagierzahlen. Nur solche Haltestellen erhalten ein Dach, an denen mindesten 40 Fahrgäste pro Tag stehen. Die Kommunalpolitiker reagierten empört, lehnten die Liste ab und vereinbarten eine Sondersitzung, um die Vorschläge von Stadt und KVB zu überarbeiten.

Deutliche Kritik

Nun soll an vier Stationen, die ursprünglich sogar zwei Unterstände erhalten sollten, nur einer stehen. Die vorgesehenen Häuschen am Hackhauserweg werden ebenfalls entfallen, da der Bus-Stop nach Schließung der Hauptschule weniger genutzt wird. „So haben wir sechs gewonnen und können sie an anderer Stelle aufbauen“, sagte Bezirksbürgermeisterin Cornelie Wittsack-Junge.

Nach dem Willen der Kommunalpolitiker werden sie an den Haltestellen Schlettstedter Straße, Friedhof Chorweiler, Blockstraße, Fühlingen, Hermann-Löns-Straße und Stallagsweg installiert. Zudem forderten die Lokalpolitiker die Verwaltung auf, Unterstände an Chorweiler abzugeben, falls in anderen Kölner Bezirken die vorgesehenen Bushäuschen aus verschiedenen Gründen nicht aufgestellt werden können.

Trotz des Kompromisses äußerten die Bezirksvertreter Kritik. „Wir sind der zweitgrößte Flächenbezirk in Köln. Es ist unangemessen, uns so wenige Fahrgastunterstände zu geben – und als einziges Kriterium die Einsteigerzahlen anzuführen“, klagte Wittsack-Junge.