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Christopher-Street-Day: Hunderttausende feiern bei der Parade

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Foto: Grönert
900.000 Menschen haben bei der CSD-Parade den Höhepunkt des zweiwöchigen Cologne Pride-Festivals gefeiert. Die Teilnehmer demonstrierten fantasievoll für Toleranz. Einige sympathisierten offen mit dem Autonomen Zentrum in Kalk.  Von
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Bunt und schrill und laut – und ganz normal. Das war die Christopher Street Day-Parade (CSD), der Höhepunkt des zweiwöchigen Cologne Pride-Festivals. Hunderttausende neben und Zehntausende in dem Umzug von der Deutzer Brücke bis zum Dom feierten und demonstrierten für Toleranz und Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Homosexuellen. „Wir sind Menschen. Wir sind normal“, so stand es auf vielen Transparenten an den 113 Wagen, oder es schallte über Mikrofonanlagen hinunter. „Wir sind. So oder So“ war auch das Motto des gesamten Festivals.

Claudia Roth, Bundesvorsitzenden der Grünen, Volker Beck, Bundesgeschäftsführer der Partei, Kölns Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes und Paradenleiter Jörg Kalitowitsch gaben auf der Deutzer Brücke den Startschuss für den CSD. An der Parade beteiligten sich 87 Gruppen mit 113 Wagen. Nach Angaben von Kalitowitsch gingen bis zu 35000 Menschen aus ganz Deutschland in dem Umzug mit. An engen Passagen wie Gürzenichstaße, Neumarkt oder Apostelnstraße standen tausende Zuschauer dicht gedrängt. Viele Teilnehmer und Zuschauer trugen mitunter schrille Outfits, immer wieder musste die Parade stoppen, weil unzählige Menschen die schönsten Kostüme fotografieren wollten.

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Marie Luise Nikuta schrieb aus dem fahrenden Wagen Autogramme, während Sängerin Loona hinter ihr Musik machte. Moderator Ralph Morgenstern und Stimmungssänger Willi Herren feierten einige Wagen weiter. Der WDR hatte auf seinem Truck das halbe Ensemble der Serie „Verbotene Liebe“ geladen.

In einer Initiative sprachen sich Fußballfans gegen Homophobie aus. Dem Zug voran ging eine Gruppe mit pinken Hitler-Bärtchen und Fantasie-Uniformen, die damit gegen Rechtsextremismus protestieren wollten. Auch das Autonome Zentrum in Kalk (AZ) hatte seinen Platz in der Parade. Verschiedene Teilnehmer und Zuschauer zeigten ihre Solidarität auf Schildern mit Aufschriften wie „Tunten + AZ = Big Love“ oder „AZ bleibt“.

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