29.07.2016
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Kommentar zu Übergriffen am Hauptbahnhof: Die Fakten müssen auf den Tisch - jetzt!

Was ist in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof genau passiert? Polizei und Politik müssen schnell Antworten liefern. (Symbolbild)

Was ist in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof genau passiert? Polizei und Politik müssen schnell Antworten liefern. (Symbolbild)

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dpa

Köln -

In Köln sind Szenen aus Alpträumen in reale Bilder gekleidet worden und diese Bilder und Nachrichten gehen gerade durch Deutschland. Denn in der Silvesternacht ist mitten in Köln ein Zustand beschworen worden, der mit unserem geläufigen Deutschlandbild rein gar nichts zu tun hat, sehr wohl aber mit dem, was zur Zeit Bürger dieses Landes ängstigt und sorgt.

Vor dem Kölner Dom war nicht nur alles fremd. Es war feindlich. Der deutsche Staat, der seinen Bürgern sonst so gern in allem auf die Finger schaut und kleinste Fehltritte ahndet – er war abwesend. Ist das das Deutschland, das uns blüht? Die Frage stellt sich Menschen im ganzen Land.

„Ich hatte Finger an allen Körperöffnungen“

Frauen werden wie Vieh behandelt, ein grölender Mob, der sich in fremden, arabisch klingenden Sprachen verständigt, missbraucht sie sexuell und raubt sie. Die Männer, mehr als tausend sollen es gewesen sein, sind betrunken. „Ich hatte Finger an allen Körperöffnungen“, sagt ein Opfer später.

Vor gut einem Jahr, im Oktober 2014, hatte rechter Mob die Herrschaft rund um den hiesigen Hauptbahnhof übernommen und es war ein kleines Wunder, dass niemand verletzt wurde. Die Polizei war überrascht. Die Bilder rüttelten ein Land auf.

Nun hat ein, ja was für ein Mob die Nacht im Schatten des großen Gotteshauses beherrscht. Was heißt das – nordafrikanisch, arabisch stämmig sei der Pöbel gewesen? Wer hielt sich dort auf? Wie kamen die Menschen, die Deutsch jedenfalls nach Opferaussagen nicht gesprochen haben, dorthin? Sind sie Trickdiebe, wie sie dort so häufig anzutreffen sind?

Die Kölner Polizei-Führung? Ist überrascht. Die Überraschung muss groß gewesen sein, denn sie hat vier Tage gebraucht, um sich schließlich am Montag zu Wort zu melden. Mehr als gehobenes Achselzucken ist nicht dabei herausgekommen.

Wo kam der Mob denn her?

Die Silvesternacht wirft Fragen auf, die das ganze Land angehen. Die drängendste ist gar nicht, wer zur Zeit nach Deutschland kommt – sondern wer bereits hier ist. Einem solchen Mob Einhalt zu gebieten, wie es die Politik unisono gerade fordert, ist ja das eine, das Selbstverständliche. Die andere Frage ist: Wo kam der Mob denn her? Und: Auf welcher Grundlage sind diese Menschen hier, die sich offenbar aus dem Kriminellen-Milieu speisen?

Es sind Antworten von offizieller Stelle notwendig – wenn nicht die Gehör finden sollen, die alles schon vorher wussten. Niemandem ist gedient mit Beschwichtigung und Verkleisterung. Die Fakten müssen auf den Tisch.

Geduldete Kriminalität breitet sich aus

Vor kurzer Zeit wurde am Kölner Rheinufer, wo Touristen flanieren, ein Fotograf des „Kölner Stadt-Anzeiger“ von den dort seit Jahren notorischen Drogenhändlern überfallen und seiner Ausrüstung beraubt. Er hat – erfolglos – versucht, einen der Angreifer zu stellen.

„Gut“, sagte hernach die Polizei. „Die stechen schnell mit dem Messer zu.“ Das bedeutet im Umkehrschluss, dass im Herzen Kölns Messerstecher Menschen berauben – und die Polizei weiß es. Was unternimmt sie dagegen? Das ist keine rhetorische Frage.

Kriminalität, die man duldet, breitet sich aus. Siehe die Silvesternacht. Was kommt als nächstes? Wird es wieder in Köln sein? Zur großen Überraschung?