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Doppelter Abijahrgang: Gute Chance für Sonderpädagogen

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Die Hörsäle an der Kölner Uni werden auch im nächsten Semester proppenvoll sein.  Foto: Michael Bause
Praktika, Zimmersuche, Bafög, Referendariat, Zulassungsbeschränkungen: Wissenschaftsministerin Ministerin Svenja Schulze und andere Experten beantworteten am Telefon Fragen von Abiturienten zum Studium an der Uni Köln.  Von
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Ich komme aus Nordrhein-Westfalen und möchte in Rheinland-Pfalz auf Lehramt studieren. Geht das überhaupt? Und kann ich dann trotzdem in NRW ein Referendariat machen?
Svenja Schulze (Wissenschaftsministerin): Das Lehramt-Studium wird inzwischen in allen Bundesländern anerkannt. Sie müssen also nicht unbedingt in NRW studieren, wenn Sie später in NRW als Lehrer arbeiten möchten. Was man heute noch nicht so genau sagen kann ist, welche Fächer in fünf, sechs Jahren an den Schulen gefragt sind. Gute Aussichten gibt es für Sonderpädagogen und für die technischen Fächer an Berufsschulen.

Ich habe ein paar Ideen, was ich später beruflich machen will. Aber so richtig weiß ich noch nicht, wie ich mich entscheiden soll.
Annegret Baumeister-Bruns (Agentur für Arbeit): Dann sollten Sie so schnell wie möglich einen Termin bei der Abiturientenberatung der Agentur für Arbeit vereinbaren. Dort können wir strukturiert Ihre Interessen und Fähigkeiten analysieren und anschließend eine Richtung definieren, in die es gehen soll.

Ich möchte Medizin oder Psychologie studieren. Wie sind die Zulassungsbeschränkungen in Köln?
Walburga Wolters (Studienberatung Universität Zu Köln): Das ist unterschiedlich: Die Plätze für Medizin werden zentral über „Hochschulstart“ vergeben. Für Psychologie gibt es ein örtliches Verfahren bei jeder Universität. Für beide Fächer braucht man gute Einser-Noten, im letzten Wintersemester waren das in Köln für Psychologie 1,3 und für Medizin 1,2. Die Mühe lohnt sich, alle Hochschulen durchzuschauen, denn manche haben noch andere Auswahlkriterien außer der Abi-Durchschnittsnote – zum Beispiel Tests oder Gespräche.

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze nahm sich am Telefon Zeit für die Anliegen der Abiturienten. Foto: Max Grönert

Für die Studienplatz-Bewerbung brauche ich ein dreimonatiges Praktikum. Ich weiß aber nicht, ob ich das noch schaffe. Schließlich habe ich mein Abi-Zeugnis noch gar nicht.
Edith Saum (Studienberatung Fachhochschule Köln): An der Kölner FH brauchen Sie den Nachweis für ein Praktikum etwa für die Bewerbung für Maschinenbau oder Bauingenieurwesen. Wenn die Zeugnisvergabe wirklich zu spät ist, können Bewerber auch zunächst acht Wochen Praktikum machen und die letzten vier Wochen bis zum Anfang des dritten Fachsemesters nachholen. In speziellen Fällen – zum Beispiel, wenn sich jemand das Bein bricht – kann man mit einer Genehmigung auch das ganze Praktikum nachholen. Bis zum 30. September können die Praktikumszeugnisse ohnehin noch nachgereicht werden, wenn der Bewerbung eine Mitteilung darüber beiliegt.

Ich brauche zum Semesteranfang ein Zimmer in Köln.
Sofia Emexidis (Studentenwerk Köln): Damit wir Sie bei der Zimmervergabe berücksichtigen können, müssen Sie sich auf unserer Webseite (siehe: Das müssen Abiturienten wissen) bewerben. Die Chancen sind größer, wenn die Bewerber ihre Wünsche eher offen halten. Sich also nicht festlegen auf eine bestimmte Wohnform oder ein bestimmtes Haus. Auf unserer Webseite gibt es auch Angebote von privaten Zimmer-Vermietern und von Koordinationspartnern wie Genossenschaften.

Bekomme ich Bafög – oder verdienen meine Eltern zu viel?
Christoph Schreiber (Studentenwerk Köln): So einfach kann man die Grenze nicht festlegen. Ob ein Student Bafög bekommt, hängt nicht nur mit dem Einkommen der Eltern zusammen, sondern auch damit, ob die Eltern verheiratet sind oder wie viele Geschwister es gibt. Im Internet gibt es Bafög-Rechner (siehe: Das müssen Abiturienten wissen). Wer unsicher ist, kann jederzeit mit dem Steuerbescheid der Eltern zu uns kommen und wir rechnen den Einzelfall dann zusammen durch.

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