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Drei Gewalttaten an Festtagen: Weiter Unklarheit im Fall Lea-Sofie

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Trauer um Lea-Sofie. Foto: ARTON KRASNIQI, KSTA
Im Fall der kleinen Lea-Sofie ermittelt die Mordkommission zurzeit den genauen Tathergang. Auch ist unklar, wer das Kind weggebracht hat. Während der Weihnachtstage sind drei weitere Fälle von Gewalt in Köln und Kerpen hinzugekommen.  Von
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Unruhig waren die Weihnachtstage für die Mordermittler der Kölner Polizei: Zur Arbeit im Fall der kleinen Lea-Sofie sind drei weitere Verfahren hinzugekommen, die die Spezialisten des KK 11 beschäftigen.

Am frühen Sonntagmorgen wurden die Ermittler gegen 2.30 Uhr in die Ruppiner Straße in Ostheim gerufen. Ein Nachbar hatte dort im Treppenhaus eine Bewohnerin gefunden. Die Frau hatte schwere Brand- und Kopfverletzungen und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Nach Angaben eines Polizeisprechers schwebt die 60-Jährige in Lebensgefahr. Über die Hintergründe ist nach Angaben der Ermittler derzeit nichts bekannt.

Privates Fest

Anders verhält es sich mit einer Feier, die am 1. Weihnachtstag in Grengel blutig endete. Gegen 17 Uhr wurde die Polizei in den Ebereschenweg gerufen. Dort hatte der Wohnungsinhaber zu einem privaten Fest geladen und war mit einem 47-Jährigen in Streit geraten. Plötzlich zog der 52-jährige Gastgeber ein Messer und schnitt seinem Gast von hinten in den Hals. Der 47-Jährige konnte aus der Wohnung flüchten und alarmierte in einem nahe gelegenen Kiosk die Polizei. Der Messerstecher wurde noch in seiner Wohnung von Polizisten vorläufig festgenommen. Das Opfer wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Wie zu erfahren war, hatten die Feiernden zum Zeitpunkt der Tat wohl schon reichlich alkoholische Getränke konsumiert.

Weiter in Haft

Weiter in Haft sind die Mutter der ermordeten Lea Sofie und ihr Lebensgefährte. Gegen den 23-Jährigen wird wegen Mordes ermittelt. Möglicherweise hat er den Kopf des Kindes gegen die Wand geschlagen. Das Mädchen war aber nicht gleich tot, sondern lag offenbar noch ein bis zwei Tage schwer verletzt in der Wohnung, bis es schließlich starb.

Der Vorwurf gegen die Mutter lautet Totschlag durch Unterlassen. Nach ihrem Tod wurde Lea Sofie in einem Einkaufstrolley weggebracht und am Fühlinger See abgelegt. Die Polizei sucht Zeugen, die zwischen Donnerstagmorgen und Freitagmittag der letzten Woche jemanden mit dem orangefarbenen Trolley gesehen haben. Noch ist unklar, wer das Kind weggebracht hat: die Mutter, der Lebensgefährte oder das Paar gemeinsam. Hinweise werden telefonisch unter 02 21/2 29-0 oder per Mail entgegengenommen.

Messerstecherei in Kerpen

Auch in Kerpen hat die Kölner Polizei eine Mordkommission eingerichtet: Am ersten Weihnachtsfeiertag gerieten gegen zwei Uhr mehrere Teilnehmer einer Feier in Kerpen-Sindorf in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung vor der Royal-Rhein-Erft-Arena zog einer der Kontrahenten ein Messer und stach mehrfach auf das Opfer ein. Der 23-Jährige wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebraucht. Nähere Hintergründe zu der Tat sind auch in diesem Fall nicht bekannt.

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