24.08.2016
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Pfandringtest in Ehrenfeld: Hoffnung auf weniger Glasscherben

Pulverbeschichteter Edelstahl: Pfandring probeweise an einem Kölner Müllbehälter

Pulverbeschichteter Edelstahl: Pfandring probeweise an einem Kölner Müllbehälter

Foto:

KETZ

Ehrenfeld -

Leere Pfandflaschen können demnächst in Ehrenfeld in gelben Metallgestellen abgestellt werden. Von dort können Sammler die Flaschen mitnehmen, ohne dabei in Mülltonnen oder in Glascontainern suchen zu müssen. Das kreisförmige Gestell nennt sein Erfinder, der Designer Paul Ketz, „Pfandring“. Zehn dieser Ringe wurden jetzt vom Ehrenfelder SPD-Ortsverein mit Hilfe von Spendern angeschafft.

Im Rahmen eines Tests werden sie an Müllbehältern rund um die Kreuzung Venloer Straße/Gürtel befestigt. Den Startschuss zur Aktion geben Bezirksbürgermeister Josef Wirges und Pfandring-Erfinder Paul Ketz am Samstag, 12. April, 17 Uhr, vor dem Hamburger-Schnellimbiss an der Kreuzung Venloer Straße/Gürtel.

Zweifel am Nutzen

Verwaltung und Politiker haben unterschiedliche Sichtweisen: Die Ehrenfelder Bezirksvertretung wollte eine Testphase mit den Pfandringen durchführen lassen.

Bei der Verwaltung gibt es aber Zweifel am Nutzen der Pfandringe. Hans-Peter Winkels, Betriebsleiter der Abfallwirtschaftsbetriebe, glaubt, dass der Pfandring zu mehr Glasbruch führt, wenn der Inhalt mutwillig zerstört wird. Er fürchtet zudem, dass die Flaschen von Personen mitgenommen werden, die nicht unbedingt auf das Geld, angewiesen sind, das sie bei der Pfandrückgabe erhalten.