24.08.2016
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Wettbewerb: Neue Ideen für das Heliosgelände

Modell des Büros Ortner & Ortner.

Modell des Büros Ortner & Ortner.

Foto:

O&O baukunst

Ehrenfeld -

Drei neue Ideen zur Entwicklung des Heliosgeländes am Ehrenfeldgürtel wurden jetzt bei einer Bürgerversammlung präsentiert. Rund 170 Interessierte nutzten dabei in der DQE-Halle an der Heliosstraße die Gelegenheit, Lob und Kritik  anzubringen. Diese Möglichkeit räumt das derzeit laufende „kooperative Gutachterverfahren“ ein.

Drei von der Stadt beauftragte Planerbüros haben nun die Aufgabe, ihre Vorschläge – auch mit Blick auf das, was die Bürger wünschen – bis zum 12. November weiter auszuarbeiten. Zudem gab die Fachjury den Stadtplanern jeweils eine Empfehlungsliste mit. Am 16. November kommt es zu öffentlichen Abschlusspräsentation und zu einer endgültigen Entscheidung.

Die Büros Brandlhuber plus (Berlin), Ortner und Ortner Baukunst (Köln) sowie Spengler/Wiescholek aus Hamburg legten jeweils völlig eigenständige Entwürfe zu Bebbaung des ehemaligen Industrieareals am Ehrenfeldgürtel  vor. Die Gemeinsamkeiten –  Gebäude für die Inklusive Universätsschule, Wohnhäuser sowie ausreichend Entfaltungsmöglichkeiten für Kultur und öffentliche Wege und Plätze – wurden durch das von Bürgern entwickelte Helios-Leitbild bestimmt. 

Arno Brandlhuber stellte das ungewöhnlichste Konzept vor. Es wurde dementsprechend kontrovers diskutiert. Er will das Gelände mit einer geschwungenen Betonlandschaft überziehen, die bis zu fünf Meter Höhe erreichen soll. Unter dieser Platte sollen Geschäfte, Parkplätze oder eine Turnhalle verschwinden. Die von der Stadt und der Universität geplante Schule sollen dann oberhalb der Betonebene errichtet werden wie auch Wohnhäuser und ein vorwiegend kulturell genutzter Gebäudekomplex. 

Ortner und Ortner entschieden sich für kompakt wirkende Blockbauten und einer klaren Trennung des einzelnen Nutzungen. An der Heliosstraße platzieren sie einen Gebäuderiegel mit stark industrieller Anmutung. Hier sollen Kultur und ein Veranstaltungssaal untergebracht werden. Die Schulbauten stehen in diesem Entwurf an der Vogelsanger Straße etwa in Höhe des Grünen Wegs. An den Ehrenfeldgürtel verlagern Ortner und Ortner Wohnhäuser in Form quadratischer Blöcke mit grünen Innenhöfen. 

Spengler/Wiescholek lösten sich mit ihren Anregungen ganz von bestehenden Vorgaben. Bis auf die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude der Rheinlandhalle samt Heliosturm und dem Helioshaus an der Venloer Straße überplanten sie das komplette Gelände.  Das Schulgebäude legen die Hamburger Planer am Ehrenfeldgürtel an. Die direkte Nachbarschaft zu einem Schnellimbiss mit Autozufahrt könnte sich bei diesen Vorschlag aber als problematisch erweisen. Auch die Idee einer bis zu fünf Stockwerke hohen Wohnsiedlung an der Ecke Heliosstraße/Vogelsanger Straße ist diskussionswürdig. Hier sollen kulturelle Nutzungen wie etwa ein Szeneclub im Erdgeschoss untergebracht werden.


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