25.07.2016
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Allerwelthaus: Die kölsche Weltküche

Leckeres aus der türkischen Heimat boten die Pädagoginnen des IBZ.

Leckeres aus der türkischen Heimat boten die Pädagoginnen des IBZ.

Foto:

Roesgen

Ehrenfeld -

Lauter leckere Sachen gab es vor dem Allerweltshaus zu probieren. Palästinensisches Tabbuleh (Petersiliensalat), tibetische Momos (gedämpfte Teigtaschen), afrikanische Ingwerbällchen und vieles mehr wurde angeboten. Eigentlich wurden die Speisen um die Wette zubereitet, um den Goldenen Kochlöffel – doch den gab es am Ende für alle Teilnehmer, als Dank fürs Engagement. Die Völkerverständigung stand im Vordergrund und der Einsatz aller Gruppen, die die jeweiligen Landesspezialitäten zubereitet hatten.

Der Rat der syrischen Eziden nutzte den Nachmittag in der interkulturellen Begegnungsstätte in der Körnerstraße dazu, über die Situation dieser kurdischen Volksgruppe zu informieren. Die Eziden bilden in Ländern des Nahen Ostens eine eigene Religionsgemeinschaft, werden aber vielfach unterdrückt.

Auch die Kham Nomadenhilfe informierte mit Bildern und Broschüren. Der Kölner Verein unterstützt in der Region Osttibet in China vor allem Bildungsprojekte für die angestammte Bevölkerung. In Köln aktiv ist das Interkulturelle Begegnungs- und Bildungszentrum (IBZ).

Dahinter steht eine Gruppe türkischstämmiger Frauen, die ihre beruflichen Erfahrungen als Erzieherinnen oder Sozialpädagoginnen nutzen, um Bildungsarbeit zu leisten und Familien mit Migrationshintergrund bei Problemen mit dem deutschen Erziehungssystem zu begleiten. Die Frauen des IBZ hatten ihren Tisch besonders reich gedeckt mit süßem türkischen Kuchen, pikanten Teigkringeln und Salaten.

Umrahmt wurde das kulinarische Fest von musikalischen Beiträgen sowie einem Grußwort von Sarah Wiener – die TV-Köchin war Schirmherrin – und von Bezirksbürgermeister Josef Wirges: „Völkerverständigung geht durch den Magen“, meinte Wirges launig und dachte bereits an die Neuauflage der Veranstaltung: „Dann muss es aber auch Rievkooche geben.“