27.09.2016
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Ditib: Moschee wird in Etappen fertig

Von außen so gut wie fertig: Der Neubau der Moschee in Ehrenfeld.

Von außen so gut wie fertig: Der Neubau der Moschee in Ehrenfeld.

Foto:

Max Grönert

Ehrenfeld -

Eigentlich sollte die neue Moschee in Ehrenfeld noch in diesem Jahr eröffnet werden. Doch damit rechnet man nun auch beim Bauherrn, der Türkisch-Islamischen Union Ditib, nicht mehr; geplant sind nur noch Teileröffnungen einzelner Bereiche. Auch der Ehrenfelder Bezirksbürgermeister Josef Wirges geht nicht mehr von einer feierlichen Eröffnung noch in diesem Jahr aus. Er beruft sich auf Informationen aus dem Moscheebeirat, der den Bau der Deutschland-Zentrale der Türkisch-Islamischen Union an der Inneren Kanalstraße begleitet. Hintergrund ist der weiterhin andauernde Streit um angebliche Baumängel. Bevor der Bau beendet werden kann, müsse der für das Beweissicherungsverfahren bestellte Gutachter seine Arbeit abgeschlossen haben, heißt es bei der Ditib.

Das aufwendige Verfahren läuft bereits seit März 2012. Sowohl die Suche nach einem Gutachter als auch die Beauftragung war zeitraubend – der erste Termin mit dem Gutachter in der Moschee kam erst Anfang März 2013 zustande.
Das Verfahren behindert vor allem den Innenausbau des Gebetshauses, über den bereits seit Jahren heftig debattiert wird. Zu Beginn des Jahres hatte die Ditib noch gesagt, sie wolle in einer „angenehmen, schönen Jahreszeit“ dieses Jahres eröffnen. Als 2009 – ebenfalls verspätet – der Grundstein für die Moschee gelegt worden war, rechnete man noch mit einer zweijährigen Bauzeit.

Nun plant man also weiter mit vielen Teileröffnungen. Einige Bereiche des Gebäudekomplexes werden bereits genutzt. Bis zum Ramadan, der Anfang Juli beginnt, sollen weitere Teile eröffnet und möbliert werden. Außerdem ist geplant, in Kürze das Verwaltungsgebäude und auch die Einkaufspassage zu eröffnen. Hier drängt die Zeit besonders, denn die Mieteinnahmen sind Teil des Finanzierungskonzepts für das Großprojekt. Wann der Gebetsraum unter der repräsentativen Kuppel eröffnet wird, könne man noch nicht sagen. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass dies doch noch in diesem Jahr gelinge, so die offizielle Aussage der Ditib. Nach der Fertigstellung aller Bereiche muss indes auch noch die offizielle Bauabnahme erfolgen, bevor die Moschee für die Benutzung freigegeben wird.

Der Kölner Architekt Paul Böhm, der den Moscheebau entworfen hat, ist weiterhin beratend an dem Projekt beteiligt. Diese Form des Miteinanders gestalte sich durchaus kooperativ, heißt es. Die Ditib hatte Böhm im Oktober 2011 die Zusammenarbeit aufgekündigt. Erst nachdem der frühere Oberbürgermeister Fritz Schramma zwischen Böhm und Ditib vermittelt hatte, kam man sich wieder näher.


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