26.08.2016
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Hieronymi-Ehrung: Es geht auch ohne Umbenennung

Jan Hendrik und Verena Haas: Neue Spielgeräte wären dringender nötig als ein neuer Name.

Jan Hendrik und Verena Haas: Neue Spielgeräte wären dringender nötig als ein neuer Name.

Foto:

Rösgen

Ehrenfeld/Bickendorf -

Wo ein Wille ist, da sollte auch ein Weg sein. Die Bezirksvertretung Ehrenfeld will zwar das Andenken an den früheren Seelsorger Hermann-Josef Hieronymi bewahren, aber die Politiker suchen – im Wortsinne – noch nach einem Weg.

Personen eine Straße oder einen Platz zu widmen, ist manchmal kein leichtes Unterfangen. Die Stadt Bremen lieferte mit ihrer Loriot-Platz-Posse ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte. Dem Namen der Person, an die erinnert werden soll, schaden kontroverse Debatten meist nur. Im Fall des populären Pastors, der in Bickendorf, Ehrenfeld und Ossendorf wirkte, ist das zwar noch nicht geschehen, aber die Politiker, die eine Straßen- oder Platzwidmung beschließen müssen, sollten bald zu einer klaren Entscheidung kommen.

Der Vorschlag, den Helmholtzplatz umzubenennen, hat einen gewissen Charme. Muss es dabei aber unbedingt auch eine Adress-Änderung geben? Beispiele, wie es auch ohne klappen könnte, gibt es schließlich schon: Der Klaus-Mette-Platz in Vogelsang, der Gerhard-Wilczek-Platz in Ehrenfeld oder der Ernst-Savelsberg-Platz in Neuehrenfeld – allen gemeinsam ist, dass keine Haus-Adressen damit verbunden sind. Das muss – bei allem Respekt – auch nicht sein. Zumal der Name Hieronymi nicht gerade einfach zu buchstabieren ist.