25.08.2016
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IUS-Schule: Schulstart ohne Hilfe vom Land?

Die meisten Gewerbebetriebe auf dem Heliosgelände sollen nach heutigem Stand der Planungen erhalten bleiben.

Die meisten Gewerbebetriebe auf dem Heliosgelände sollen nach heutigem Stand der Planungen erhalten bleiben.

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Rösgen

Ehrenfeld -

Bis zum 1. August müsste die Schulverwaltung einen Antrag einreichen, um mit der geplanten Inklusiven Universitäts-Schule IUS am Schulversuch Primus der Landesregierung teilnehmen zu können. Das hätte unter anderem finanzielle Unterstützung und wissenschaftliche Begleitung gebracht. Daraus wird nichts, denn der Antrag wird nicht abgeschickt, teilte die Verwaltung auf Anfrage der SPD in der Bezirksvertretung Ehrenfeld mit.

Als Grund wird angegeben, dass die IUS-Schule nicht schon zum Schuljahr 2014/15 beginnen kann. Das aber wäre der letztmögliche Termin, um in den Genuss der Förderung zu kommen. Auf der IUS-Schule der Uni Köln sollen Jungen und Mädchen mit und ohne Behinderung geneinsam unterrichtet werden. Zugleich sollen hier angehende Lehrer ausgebildet werden.

Begrenzter Platz

Die IUS-Schule würde zunächst das Schulgebäude Overbeckstraße beziehen. Das aber bietet nur Platz bis zum sechsten Betriebsjahr – dem Schuljahr 2019/20. Dann wären dort alle Klassenräume belegt und die Schule müsste in ihr endgültiges Domizil umziehen, das auf dem Heliosgelände entstehen soll. Völlig ungewiss ist derzeit aber, ob das Schulgebäude schon in sechs Jahren überhaupt bezugsfertig ist. Schließlich gibt es noch gar keine baureifen Pläne. „Trotz intensiver Bemühungen um eine zeitliche Ausweitung des Primus-Schulversuchs“, so die Schulverwaltung, habe das Schulministerium keine verbindliche Zusage geben können. Petra Bossinger von der SPD-Fraktion ist überzeugt, dass bei einer schnelleren Planung für das Heliosgelände – also beim Verzicht auf einen Planungswettbewerb – noch eine Chance auf Teilnahme bestanden hätte. „Das ist ärgerlich, denn die Unterstützung durch Primus ist gerade für dieses ambitionierte Projekt überaus wichtig“, so Bossinger.