25.08.2016
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Kommentar: Kunst mit Vorbildcharakter

Bis zum rotverklinkerten Polizeigebäude im Bildhintergrund wird diese Wand künstlerisch gestaltet.

Bis zum rotverklinkerten Polizeigebäude im Bildhintergrund wird diese Wand künstlerisch gestaltet.

Foto:

Rösgen

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass der Oberbürgermeister zur Ehrenfelder Bahnhofskonferenz einlud. Die beklagenswerten Zustände im Umfeld der Bahntrasse waren der Anlass. Einig waren sich danach alle, dass es dort sauberer und schöner werden muss. Gesagt – getan. Auf diese einfache Redensart lässt sich das bald beginnende Kunstprojekt bringen. Es ist nämlich ein Ergebnis dieser Konferenz. Das Tempo, mit dem diese Idee umgesetzt wird, verdient Anerkennung. Da könnte sich mancher ein Beispiel dran nehmen.

Mit Recht darf man gespannt sein, wie sich die heute noch hässliche Wand schon in wenigen Wochen verändert hat. Gerade mal fünf Tage sind dafür angesetzt. Schon während dieser Zeit dürfte sich ein Besuch am Gerhard-Wilczek-Platz lohnen. Die Entstehung eines Kunstwerks von solchen Ausmaßen erlebt man nicht alle Tage, wenngleich gerade Ehrenfeld in dieser Beziehung bereits reich gesegnet ist.

Das Cityleaks-Festival, dessen Spuren erfreulicherweise immer noch sichtbar sind, hat gezeigt, dass diese Kunstform in Ehrenfeld besonders gut aufgehoben ist. Ohne Übertreibung darf man sogar von einer touristischen Attraktion sprechen. Am Ehrenfelder Bahndamm wird also bald ein weiterer Blickfang hinzukommen. Und es wird mit Sicherheit nicht der letzte im Viertel sein, denn für September ist eine Neuauflage von Cityleaks geplant. Zumindest was Wandmalerei und Graffitikunst angeht, ist Ehrenfeld in der Tat vorbildlich.