23.07.2016
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Oldtimer: Themenpark im alten Flughafen

Der frühere Flughafen Butzweilerhof

Der frühere Flughafen Butzweilerhof

Foto:

Christoph Hennes

Ossendorf -

Eine neue Vision für den alten Flughafen: Der frühere Airport Butzweilerhof hat mit der Nikolaus Otto Park GmbH & Co KG einen neuen Eigentümer – und der hat Großes mit dem Ossendorfer Areal vor: Auf 38 000 Quadratmetern soll im historischen Ensemble der Themenpark „Nikolaus Otto“ entstehen, der dem Automobilpionier Otto gewidmet ist. Herzstück des neuen Parks wird eine mit Glas überdachte Event-Halle mit 1000 Quadratmetern, in der Veranstaltungen stattfinden können. „Das Konzept passt zu Köln und zum Butzweilerhof“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Roters bei der Präsentation der Pläne.

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Wenn aus Investorensicht alles gut geht, sollen die Umbauten, bei denen der Denkmalschutz beachtet würden, im Sommer beginnen. Nach neun bis zwölf Monaten soll der Park eröffnet werden – unter anderem mit einem Drei-Sterne-Plus-Hotel mit 100 Zimmern, Gastronomie und Tagungsräumen. Im ehemaligen Hangar 1 sollen mehrere Oldtimer-Händler auf 1600 Quadratmetern Autos verkaufen, im einstigen Hangar 2 private Oldtimer-Fans ihre Fahrzeuge – für ungefähr 30 Euro – im Monat unterstellen. Angedacht sind auch Werkstätten, die sich auf Oldtimer spezialisiert haben.

Stillschweigen über den Kaufpreis

Über die Zukunft des Butzweilerhofes war lange spekuliert worden. Die Sparkassen-Tochter SKI hatte das Areal erst im März an die städtische Gesellschaft Butzweilerhof Grundstücks GmbH & Co KG übertragen, die wiederum mit dem neuen Eigentümer einen Optionsvertrag aufgesetzt hat. Initiatoren der Käufergesellschaft sind Rechtsanwalt Christian Genzow, Unternehmer Werner Krupp und Burkhard Leinen, Geschäftsführer der Domiziel Gesellschaft für Privatinvestitionen. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.
Der neue Eigentümer will bis zu 30 Millionen Euro in die Bauten bis zum 30. Juni 2013 investieren. Gelingt ihm das nicht, kann er vom Vertrag zurücktreten. Leinen sieht aber gute Chancen, das Projekt zu realisieren: Die Nikolaus Otto Park GmbH & Co KG bringe mehr als 50 Prozent Eigenkapital mit, außerdem gebe es positive Gespräche mit weiteren Geldgebern.
Die Stiftung Butzweilerhof, die sich über Jahre um die Sanierung der Flughafen-Gebäude gekümmert hatte, soll nach Leinens Worten „mit ins Boot geholt werden“. Entsprechende Gespräche würden noch in dieser Woche geführt. Vom Tisch sind dagegen Pläne, eine Aldi-Filiale auf dem Gelände unterzubringen. Der Geschäftsführer der Gesellschaft Butzweilerhof Grundstücks GmbH & Co KG, Bernd Streitberger, sagte, man habe dem Discounter eine Ersatzfläche angeboten. „Wir haben ihnen ein Angebot gemacht, das sie nicht ablehnen konnten.“