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Fahrlässige Tötung: 18 Monate Haft auf Bewährung

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Der Vorsitzende Richter verurteilte den Angeklagten wegen fahrlässiger Tötung zu einem Jahr und sechs Monaten Haft auf Bewährung. Foto: dpa
Ob der damals betrunkene Adrian H. die Kontrolle über den BMW verlor oder Alex R. in voller Absicht überrollte, bleibt auch nach der Vernehmung von über 40 Zeugen unklar. Das Gericht verurteilte Adrian H. zu 18 Monaten Haft auf Bewährung.  Von
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Alex R.s Eltern und seine Freunde waren an jedem Prozesstag dabei. Sie wollten wissen, was genau in der Nacht des 18. März 2012 vor der Poller Diskothek „Electrum“ geschehen ist, warum der 24-Jährige sterben musste. Angeklagt waren die Brüder Adrian, Jan und Adam H. Adrian H., mit 23 Jahren der Jüngste, hat das Opfer Alex R. nach einem Streit angefahren. Alex R. starb drei Tage später an den Folgen. Im Prozess vor der 5. Großen Strafkammer wurden mehr als 40 Zeugen, Gutachter und Sachverständige vernommen. Doch ob der damals völlig betrunkene Adrian H. die Kontrolle über den BMW verlor oder Alex R. in voller Absicht überrollte, bleibt unklar.

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Der Vorsitzende Richter verurteilte Adrian H. am Dienstag wegen fahrlässiger Tötung zu einem Jahr und sechs Monaten Haft auf Bewährung. Adrian H.s Brüder, die auf dem Parkplatz mit Steinen geworfen haben sollen, saßen nicht mehr auf der Anklagebank. Die Kammer hatte das Verfahren gegen Jan H. (26) eingestellt und Adam H. (25) freigesprochen. „Wir wissen, dass dieses Urteil für die Eltern des Opfers unbefriedigend ist“, sagte der Richter. Die meisten Zeugen waren zur Tatzeit betrunken, widersprachen sich. Diejenigen, die mit dem Opfer unterwegs waren, „schossen in ihren Aussagen übers Ziel hinaus“. Adrian H. sagte, er sei mit seinen Brüdern in Panik vor einer Gruppe von Schlägern geflohen, mit der Automatik im BMW seines Bruders aber nicht klar gekommen. „Das Auto brach nach rechts aus.“ Dann habe er ein dumpfes Geräusch gehört. Sein Bruder habe ihm später gesagt: „Du hast jemanden umgefahren.“

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