26.07.2016
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FC-Osttribüne: „Podolski-Wohnzimmer“ im Stadion

Lukas Podolski mit einer Nachbildung eines Geißbocks im Rhein-Energie-Stadion.

Lukas Podolski mit einer Nachbildung eines Geißbocks im Rhein-Energie-Stadion.

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dpa

Köln -

Auf der Osttribüne des Rhein-Energie-Stadions wird Lukas Podolski ab Februar 2014 bei den Heimspielen des 1. FC Köln Familie, Freunde und Geschäftspartner in seine eigene Loge einladen können. Mit 24 Plätzen und etlichen Devotionalien aus der Karriere des Nationalspielers, der insgesamt 13 Jahre im FC-Trikot spielte und seit Sommer 2012 in London beim FC Arsenal spielt. Rund 140 000 Euro wird die Einrichtung des 72 Quadratmeter großen „Podolski-Wohnzimmers“ kosten.

Die Kölner Sportstätten haben mit Podolski über einen Vertrag verhandelt, der es ihnen ermöglicht, die Loge außerhalb der Heimspieltage zu vermarkten. „Das Interesse wird riesengroß sein“, sagt Sportstätten-Chef Hans Rütten. Das hätten schon die Stadionführungen mit dem ehemaligen FC-Spieler Harald Konopka gezeigt. „Lukas Podolski ist der absolute Sympathieträger mit einer ganzen Bindung an den 1. FC Köln.“ Den Vermarktungsmöglichkeiten seien daher kaum Grenzen gesetzt. „Man wird die Loge mieten können, um dort die Spiele von Arsenal in der Premier League zu verfolgen. Oder an einer original Playstation von Lukas Podolski zu spielen.“ Auch zu Bundesliga-Spieltagen oder bei Länderspielen soll das „Podolski-Wohnzimmer“ buchbar sein. Auch als reiner Besprechungsraum soll die Podolski-Loge genutzt werden.

Im Rhein-Energie-Stadion wird es zehn Jahre nach seiner Eröffnung weitere Veränderungen geben. Die bisher ungenutzten Flächen zwischen den Stehplätzen und dem Oberrang der Südtribüne, die ursprünglich mal für einen Fantreff vorgesehen waren, werden zu Büros umgebaut. „Die Nachfrage ist von Firmen, die eine Nähe zum Sport und zum Fußball haben, ist sehr groß. Wir werden keine Probleme haben, die rund 1000 Quadratmeter in kleinen Einheiten zu vermieten.“ Dieser Umbau wird rund 600 000 Euro kosten und soll sich innerhalb von zehn Jahren amortisieren. Ein Mietinteressent ist die Firma Veto, die sich darauf spezialisiert hat, bundesweit Fußballstadien bei Spielen im DFB-Pokal oder der Nationalmannschaften mit Bandensystemen und neutralen Designs auszurüsten. Weitere Investitionen in das Rhein-Energie-Stadion sollen in der Dezember-Sitzung des Sportstätten-Aufsichtsrats besprochen werden. Dabei wird es auch um neue und größere Videowände gehen. „Die alten sind zu klein und haben noch das 4:3-Format. Auch das müssen wir verändern“, sagt Rütten.

Weitere Gelder müssen in die Teilsanierung des Stadiondachs und eine verbesserte Stromversorgung für den Innenraum fließen. „Da sind die Anforderungen vor allem durch die LED-Technik in den vergangenen Jahren gestiegen, so dass wir auch da nachlegen müssen.“ Ob die Spiele der deutschen Mannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien auf Großbildschirmen im Stadion übertragen werden, steht noch nicht fest. „Wir sind derzeit mit anderen Stadionbetreibern in anderen Städten im Gespräch und streben eine gemeinsame Vermarktung an“, so der Sportstätten-Chef. „Public Viewing in dieser Größenordnung lässt sich nur finanzieren, wenn wir bundesweite Werbepartner finden.“ Zumal man das Stadion nicht kostenlos öffnen könne. „Auch beim Public Viewing sind wir verpflichtet, den Fans Plätze zuzuweisen. Wir müssen also Eintrittskarten verkaufen.“ Die Tickets müssten erschwinglich sein und die Anreise mit Bahn und Bus enthalten.

In jedem Fall wollen die Sportstätten WM-Erlebnispakete schnüren. „Uns schwebt vor, dass wir zu den deutschen Spielen Kombinationen aus Fußball mit einem edlen Essen und anschließender Party anbieten“, sagt Rütten. Diese sogenannte Edel-Viewing habe man beim Bon Jovi-Konzert im Juni erstmals angeboten und sei von der großen Nachfrage trotz des Preises von mehr als 300 Euro pro Ticket positiv überrascht worden.


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