26.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Fernbus: ADAC-Postbus-Linie nach München
09. September 2013
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Fernbus: ADAC-Postbus-Linie nach München

Zwei mal täglich sollen die ADAC-Postbusse ab Oktober zwischen Köln und München fahren.

Zwei mal täglich sollen die ADAC-Postbusse ab Oktober zwischen Köln und München fahren.

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In wenigen Wochen schon startet ein neuer großer Fernbus-Anbieter: Ab 1. Oktober fahren täglich zwei ADAC-Postbus-Verbindungen von München nach Köln, wie das Gemeinschaftsunternehmen von Deutscher Post und ADAC am Montag auf seiner Internetseite mitteilte. Ab November sollen weitere Strecken folgen. Die Preise sind höher als bei der Konkurrenz - dafür will ADAC Postbus auch mehr bieten.

Der Fernbus-Markt in Deutschland wurde erst zu Jahresbeginn geöffnet, bis dahin hatten Jahrzehnte alte gesetzliche Regelungen dafür gesorgt, dass Busse nur auf wenigen Strecken im Fernverkehr fahren durften. Mittlerweile gibt es über 100 Fernbusstrecken, mit ADAC Postbus steigt ein neuer großer Wettbewerber ein.

Die eine der ersten beiden ADAC-Fernbus-Linien verkehrt in acht Stunden über Nürnberg, die andere in neun Stunden über Stuttgart. Ab November sollen ADAC-Postbusse dann auch von Berlin nach Bremen, Bonn, Leipzig und Dresden sowie von Dortmund nach München verkehren.

Tickets ab 28 Euro

Tickets für die gelben Busse sind auf den Strecken von Köln nach München ab 28 Euro erhältlich. ADAC-Mitglieder erhalten einen Rabatt von zwei Euro, Kinder bis zu elf Jahren zahlen fünf Euro weniger. Im Preis inbegriffen ist ein Handgepäck und ein normales Aufgabe-Gepäckstück. Jedes weitere Gepäckstück kostet zehn Euro, das gleiche gilt für Fahrräder.

ADAC Fernbus ist damit teurer als die Konkurrenz: Dort sind Tickets ab 16 Euro zu haben. ADAC Postbus setze allerdings auf mehr Qualität, sagte der Briefvorstand der Deutschen Post, Peter Gerdes, der „Bild„-Zeitung. Es solle Internet, Filme und Musik sowie geräumige Toiletten ohne Stufen geben. Snacks und Getränke sind auch erhältlich, sie müssen allerdings bezahlt werden.

ADAC-Präsident Peter Meyer sagte der Zeitung, dass ADAC Postbus mit seinem vergleichsweise späten Einstieg in den Markt die Dinge „ohne Hektik besser machen“ könne als die Konkurrenz. Der Wettkampf werde allerdings hart, ADAC Postbus wolle Marktführer werden.

Post-Vorstand Gerdes zufolge prüft das Unternehmen zudem, ob die Busse zum Transport von Expresssendungen eingesetzt werden könnten. Dafür könnten die Busse künftig mit Anhänger fahren. „Denken Sie nur an die gute alte Postkutsche, die Idee, Menschen, Pakete und Briefe zusammen in ein Gefährt zu setzen. Mein Gefühl sagt mir, dass könnte beim Thema Bus auch so was werden.“

Bis zum kommenden Frühjahr wollen Post und ADAC die 30 größten deutschen Städte mit rund 60 Bussen verbinden. Im Mai hatten beide Unternehmen den Vertrag zur Gründung einer Betreibergesellschaft vereinbart, an der sie zu jeweils 50 Prozent beteiligt sind. (afp, dpa)


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