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Festival: Sommerblut im Klingelpütz

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Stellvertretender JVA-Leiter Wolfgang Schriever (v. l.), Inhaftierte Nick R., JVA-Mitarbeiterin Ursula Maxis, die Leiterin des Projekts "Ikaria". Elissavet Hasse, Sommerblut-Leiter Rolf Emmerich. Bild: Michael BauseStellvertretender JVA-Leiter Wolfgang Schriever (v. l.), Inhaftierte Nick R., JVA-Mitarbeiterin Ursula Maxis, die Leiterin des Projekts "Ikaria". Elissavet Hasse, Sommerblut-Leiter Rolf Emmerich.  Foto: michael bause
Beim Sommerblut-Festival finden dieses Jahr 80 Theater-, Tanz-, und Filmaufführungen zum Thema "Flucht" in der ganzen Stadt verteilt statt - die Orangerie dient als zentrale Anlaufstelle. Das Finale des Kulturfestivals wird in Odonien sein.  Von
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Rund 80 Aufführungen, 40 Spielorte in der ganzen Stadt, etwa 500 Beteiligte - das Sommerblut-Festival des Jahres 2013 ist wieder eine Marathon-Veranstaltung. "Flucht" ist, neben dem permanenten Schwerpunkt "Inklusion", das diesjährige Thema des alternativen Kulturfestivals, das vom 9. bis zum 25. Mai stattfindet. Die Organisatoren stellten bereits jetzt das Programm vor, das eine Vielzahl von Theater-, Tanz- und Filmaufführungen sowie Lesungen, Workshops, Ausstellungen und Performances bietet.

Erstmals kooperiert das Festival mit der Justizvollzugsanstalt Ossendorf. Inhaftierte studieren dort das Theaterstück "Ikaria" ein, angeleitet von Regisseur Karlheinz Angermeyer und Schauspielerin Elisabeth Pleß. Das Bühnenspiel wird im ehemaligen Kinosaal des Gefängnisses aufgeführt und lehnt sich an die Erzählung von Dädalus und Ikarus aus der griechischen Mythologie an, es geht um Fliehen und Scheitern. "Und um Menschen, die sich nicht an Vereinbarungen gehalten haben und deshalb abstürzen", zumindest vorläufig, erklärt Elissavet Hasse, künstlerische Leiterin des Projekts. Dies sei die Verbindung zum Knast und dessen Insassen.

"Wir helfen"

Das Theaterprojekt "Ikaria" in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Ossendorf wird unterstützt von der "Kölner Stadt-Anzeiger"-Aktion "wir helfen". Es richtet sich besonders an Inhaftierte zwischen 14 und 21 Jahren, die in dem Gefängnis einen Schulabschluss anstreben. Das Programm fördere das Selbstbewusstsein und unterstütze die Entwicklung sozialer Fähigkeiten, sagt der Vize-Leiter der JVA, Wolfgang Schriever. (og)

www.ksta.de/wirhelfen

Mit Flucht und Vertreibung der extremen Sorte beschäftigt sich das Bühnenstück "Hate Radio" des Schweizer Theaterautoren und Journalisten Milo Rau. Es erzählt die Geschichte des "Hate Radio" genannten ruandischen Radiosenders RTLM, in dem unverhohlen und überaus zynisch zum Genozid am Volk der Tutsi aufgerufen wurde. In einer anderen Veranstaltung liest Rupert Neudeck, Gründer von Cap Anamur und Vorsitzender der Grünhelme e. V., aus Albert Camus' "Der Fall". Und Kirchenkritiker und Buchautor David Berger trägt aus seinem eigenen Werk "Der heilige Schein" vor, in dem er von seinen Erfahrungen als schwuler Theologe in der katholischen Kirche berichtet.

Eher dem Thema "Inklusion" zugehörig ist das Theaterprojekt "Staying alive", für das der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, die Schirmherrschaft übernommen hat. Hier spielen Menschen, die auf ein Spender-Organ warten, zusammen mit professionellen Schauspielern.

In diesem Jahr hat das Sommerblut-Festival mit der Orangerie im Volksgarten eine zentrale Anlaufstelle, in der Besucher neben Veranstaltungen auch ein Café vorfinden. Das große Finale des Festivals findet in Odonien statt. Informationen zu Akteuren, Spielorten und Programm stehen im Internet.

www.sommerblut.de

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