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Merkwürdiger Geruch in Köln: News-Ticker zur „Maggikalypse“

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Stundenlang war die Kölner Feuerwehr mit Messfahrzeugen in der Stadt unterwegs und dem mysteriösen Maggi-Geruch auf der Spur.  Foto: Arton Krasniqi
Stundenlag hat die Feuerwehr gesucht, am Nachmittag dann war die Ursache für den Maggi-ähnlichen Geruch über Köln gefunden: In einem Neusser Chemiebetrieb soll es in der Nacht zum Dienstag gebrannt haben. Die Ereignisse im News-Ticker zum Nachlesen.  Von 
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Seit Dienstagmorgen waberte ein merkwürdiger Gestank durch Köln. Als „würzig“ und „ätzend“, irgendwie wie Maggi beschrieben manche besorgte Bürger den Geruch. Hunderte riefen bei der Feuerwehr an und schlugen Alarm. Stundenlang waren die Experten auf der Suche nach der Ursache.

Die Ereignisse zum Nachlesen im News-Ticker

+++ 14.00 Uhr +++

Die Ursache ist gefunden!

Die Feuerwehr Köln ist der Ursache für den mysteriösen Maggi-Geruch in der Stadt auf die Spur gekommen. In der Nacht war in einem Chemiebetrieb in Neuss an der Grenze zu Dormagen ein Feuer ausgebrochen. Durch einen Schornstein trat dabei Sotolon aus, ein Geruchsstoff der auch in Liebstöckel, dem sogenannten Maggikraut, enthalten ist. Der Stoff ist nicht gesundheitsschädlich ist. Allerdings ist reagieren menschliche Nasen sehr empfindlich auf diesen Stoff.

Rätsel um Kölner "Maggikalypse" gelöst

Der Neusser Chemiebetrieb stellt Aromen für die Lebensmittelindustrie her. Zur Zeit des Feuers, um 3:15 Uhr, herrschte Nordwind, so dass der Stoff genau in Richtung Köln geweht wurde. Weil der Wind am Morgen die Richtung änderte, wurde der Gestank über das gesamte Kölner Stadtgebiet verteilt.

+++ 13:15 Uhr +++

Der merkwürdige Gestank ist mittlerweile auch in Düsseldorf zu riechen. Aus südlicher Richtung ziehe er in die Stadt, meldet die örtliche Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite. Das macht uns aber nichts aus.

+++ 13:00 Uhr +++

Weiter Rästelraten um die Kölner #Maggikalypse. Die Feuerwehr geht noch immer davon aus, dass der Gestank ungefährlich ist - also kann munter gescherzt werden:

Auch ein Bekennervideo unter einem Maggi-Fake-Account macht im Netz die Runde:

+++ 12:40 Uhr +++

Keine neuen Ergebnisse der Kölner Feuerwehr. Aber ein interessanter Hinweis von einem unserer Twitter-Follower:

Tatsächlich zogen auch über New York schon rätselhafte Duftwolken. Auch dort liefen die Leitungen der Feuerwehr heiß. Des Rätsels Lösung: Bockshornklee, der in einer Fabrik verarbeitet wurde.

+++ 12:15 Uhr +++

Unser Reporter meldet sich von der Gasanalyse der Feuerwehr. Bisher sind sieben Luftproben in einem komplizierten verfahren analysiert worden - ohne Hinweise auf Schadstoffe. Volker Ruster, Chef der Analytischen Task Force, spricht daher von einer Belästigungs- statt einer Gefährdungslage. Die Messungen der Feuerwehr konzentrieren sich derzeit auf Deutz und Mülheim. Sechs Messfahrzeuge und zwei Messleitwagen sind im Einsatz. Wechselnde Winde erschweren allerdings die Ursachenforschung.

Auch Ruster spricht übrigens von einem Geruch nach Liebstöckel, auch Maggikraut genannt.

+++ 12:00 Uhr +++

Auch in Bergisch-Gladbach ist die Feuerwehr alarmiert. In enger Abstimmung mit den anderen Feuerwehren im Rheinland wird auch hier nach der Ursache für den mysteriösen Gestank gesucht. Die ABC-Einheit der Feuerwehr Bergisch Gladbach nimmt vorsorglich Luftproben im Stadtgebiet.

+++ 11:50 Uhr +++

Bei der Feuerwehr sind bislang 119 Anrufe von besorgten Bürgerinnen und Bürger eingegangen. Eine Ursache für den Gestank ist noch immer nicht gefunden. Unsere Reporter melden aber, dass der Gestank auf der rechten Rheinseite derzeit besonders intensiv ist. Der Messungskorridor der Kölner Feuerwehr reicht derzeit vom Südwesten bis in den Nordosten der Stadt.

+++ 11:30 Uhr +++

Die Feuerwehr lädt die Presse ein. Um 12 Uhr dürfen wir die Gasanalyse besichtigen.

+++ 11:00 Uhr +++

Über das Internet hat sich die Meldung von der Kölner „Suppenküche schnell verbreitet. Unter dem Hashtag „Maggikalypse“ wird über den Gestank in der Stadt diskutiert

+++ 10:45 Uhr +++

Noch immer hängt ein starker Gestank im Stadtgebiet Köln. Noch immer hat die Feuerwehr Köln keine Ergebnisse, um welchen Stoff es sich handeln und woher er kommen könnte. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass der Gestank gesundheitsschädlich ist, heißt es. Bei der Analyse der Luftproben konnte kein Stoff festgestellt werden. Auch die Erkundung mit dem Hubschrauber lieferte bislang keine konkreteren Hinweise.

Die Feuerwehr bittet die Bürgerinnen und Bürger den Gestank nur noch über Notruf zu melden, wenn er extrem stark bei Ihnen auftritt. Für weitere Informationen können sich die Bürgerinnen und Bürger an das Callcenter der Stadt Köln wenden: 0221 221-0

+++ 10:00 Uhr +++

Die Messfahrzeuge der Feuerwehr erkunden weiterhin das Stadtgebiet, um die Quelle des Gestanks herauszufinden. Sie nehmen sie weitere Luftproben, die die Chemiker der Analytischen Task Force analysieren werden. Außerdem erkundet ein Hubschrauber die Stadt von oben.

+++ 09:30 Uhr +++

Blogger Thomas Riedel eine Google Map erstellt, um der Feuerwehr zu helfen, der Ursache auf den Grund zu gehen. Jeder mit einem Google-Account konnte eintragen, wo es in Köln stinkt.


Kölner Stinkeorte auf einer größeren Karte anzeigen

+++ 09:12 Uhr +++

Die Feuerwehr ist mit mehreren Messfahrzeugen im Stadtgebiet unterwegs, hat die Ursache für den Gestank aber noch nicht ausfindig machen können. Die Analytische Task Force der Feuerwehr Köln hat eine Luftprobe mit einem Gaschromatographen und Massenspektrometer analysiert, konnte jedoch keinen Stoff feststellen. Man gehe aber nicht davon aus, dass der Geruch gesundheitsgefährdend oder allgemein gefährlich ist, teilen die Experten mit.

+++ 09:10 Uhr +++

Der Gestank zieht ins Umland, ist auch in Dormagen zu riechen. Auf ihrer Facebook-Seite informiert die Stadt Dormagen, der Gestank komme nicht aus dem Chemparkl und nicht aus den Werken in Leverkusen.

+++ 07:32 Uhr +++

Die Feuerwehr schickt eine erste Eilmeldung. Seit dem Dienstagmorgen um 6:40 Uhr melden zahlreiche Bürgerinnen und Bürger einen starken Gestank aus dem Kölner Stadtgebiet. Sie beschrieben den Geruch als „würzig“ bis „ätzend“ beschrieben. Die Feuerwehr Köln hat mehrere Messfahrzeuge und die Analytische Task Force alarmiert, um die Quelle des Gestanks herauszufinden. Ein  Mitarbeiter des Bürgeramts Nippes klagte über starke Übelkeit und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 07:10 Uhr +++

Eine unserer Redakteurinnen wacht mit Suppenwürfel-Geruch in der Nase auf. Der erste Hinweis erreicht die ksta.de-Redaktion via Twitter:

AUTOR
Anna Lampert
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