23.07.2016
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Flic Flac: Zirkusartist lebensgefährlich verletzt

Im „Globe of Speed“ haben die wagemutigen Motoradfahrer jetzt einen Weltrekord aufgestellt.

Im „Globe of Speed“ haben die wagemutigen Motoradfahrer jetzt einen Weltrekord aufgestellt.

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Flic Flac

Köln -

Motoradunfall bei Flic Flac: Beim Training der Pinillomotos-Truppe im „Globe of Speed“, bei dem neun Biker gleichzeitig durch die Eisenkugel mit einem Durchmesser von 6,50 Metern rasen, ist es am Mittwochmittag zu einem schweren Unfall gekommen. Einer der Motorradakrobaten verlor aus bisher ungeklärten Gründen die Kontrolle über sein Krad und löste einen Massencrash aus. Faber Wagas Pizo aus Kolumbien wurde hierbei lebensgefährlich verletzt. Einer seiner Kollegen aus Polen, Pavel Horbacz, wurde schwer-, vier weitere Fahrer leicht verletzt. Pizo wurde ins Klinikum nach Merheim, Horbacz ins Deutzer Eduardus-Krankenhaus gebracht.

Alle anderen Flic Flac-Artisten reagierten geschockt auf den Unfall und hoffen auf eine baldige Genesung der Kollegen. Die polizeilichen Ermittlungen zur Unfallursache dauern noch an. Auch das Amt für Arbeitsschutz wurde hinzugezogen.

In dem auch Todeskugel genannten „Globe of Speed“ drehen die waghalsigen Biker pfeilschnelle Runden und zeigen spektakuläre Stunts. Dabei geht es rauf und runter, im Kreis und in der Diagonalen. Bei der Premiere am vergangene Samstag war die Truppe um den kolumbianische Chef José Pinillo zunächst mit drei, dann mit fünf und schließlich gar mit neun Fahrern gleichzeitig durch die Kugel gerast. Dieses in Zirkuskreisen als äußerst schwierig angesehene Kunststück hatte die Gruppe zuvor beim Flic Flac-Gastspiel in Hannover noch nicht gezeigt.

Die „Exxtrem“-Show findet, so Flic Flac-Sprecher Sebastian Rottner Hönicke, trotz des Unfalls weiter statt. Auch der „Globe of Speed“ soll wieder ins Zelt gerollt werden. Die Motorradtruppe wird dann allerdings in reduzierter Formation auftreten.

Mehrere Unfälle in der Vergangenheit

Seit dem Jahr 2001 hat es bei den Flic Flac-Shows mehrere leichte bis schwere Unfälle gegeben. Im April 2007 starb ein Artist, nachdem er beim Abbau einer Hochseilnummer verunglückt war. Auch im „Globe of Speed“ hat es schon häufiger gekracht. So im August 2006 zweimal innerhalb von nur drei Tagen.

Ursache waren zunächst ein geplatzter Motorradreifen, dann wohl menschliches Versagen. Bei der Weihnachtsshow 2011 in Dortmund kam es erneut zu einem Unfall in der Todeskugel. Zwei Fahrer hatten sich berührt, waren gestürzt und brachten fünf weitere Kollegen zu Fall. Ein verletzter Fahrer musste mit Prellungen einige Tage pausieren. Ebenfalls bei einem Unfall in Dortmund am 14. Januar 2012 wurden zwei kolumbianische Motorradartisten an den Beinen verletzt.