23.07.2016
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Flüchtlinge in Köln: Container kommen nach Sülz, Weiden, Marsdorf und Chorweiler

Symbolbild

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dpa

Köln -

Die Stadt hat am Freitag angekündigt, weitere Unterkünfte für insgesamt bis zu 700 Flüchtlinge zu eröffnen sowie Zimmer für 310 weitere Menschen in vier einfachsten Hotels zu mieten. „Wir benötigen pro Monat 300 zusätzliche Plätze“, sagte Sozialdezernentin Henriette Reker. Zwar seien zuletzt deutlich weniger Menschen aus dem Kosovo nach Köln gekommen, die Gesamtzahl der Flüchtlinge sei trotzdem weiter gestiegen. Ihr Ziel sei es, die Notunterkünfte in zwei Schulturnhallen und dem Staatenhaus an der Messe wieder zu schließen, sagte Reker.

In den kommenden Monaten sollen deshalb auf vier Grundstücken einfache Container als Unterkünfte aufgestellt werden, wie es sie bereits in Worringen und Lövenich gibt. Dort wurden die Küchen allerdings in einem separaten Container untergebracht, während sie nun integriert werden. „Das ist immerhin eine kleine Verbesserung“, meinte Reker.

Als Standort wurde etwa die Berrenrather Straße in Sülz in der Nähe des Schiller-Gymnasiums ausgewählt. Dort muss ein Gebäude abgerissen werden. In Marsdorf mietet die Stadt ein Grundstück an der Max-Planck-Straße gegenüber eines Supermarkts. In Weiden wird eine Fläche an der Jungbluthgasse am Lövenicher Autobahntunnel genutzt. An der Karl-Marx-Allee in Chorweiler soll eine Grünfläche neben einer schon jetzt als Unterkunft genutzten Schulturnhalle bebaut werden. Die Halle soll dann wieder freigegeben werden.

Die Stadt kündigte außerdem an, bis zum Herbst eine Immobilie des Bundes an der Robert-Perthel-Straße in Longerich sowie ein Bürogebäude der HGK an der Oskar-Jäger-Straße in Ehrenfeld umzubauen. „Wir benötigen dringend mehr Wohnhäuser, die sofort bezugsfertig sind“, sagte Reker.