Seine Eifersucht hat ihn beinahe zum Mörder werden lassen. Mit mehreren Messerstichen verletzte Hamady S. im April vergangenen Jahres nach einer durchzechten Nacht einen 16-jährigen Nebenbuhler lebensgefährlich.
Vor der Schwurgerichtskammer wurde der 27-jährige Senegalese wegen versuchten Totschlags in einem minder schweren Fall verurteilt. Das Gericht schickte ihn am Donnerstag für drei Jahre und zehn Monate hinter Gitter.
Viel Alkohol im Blut
Die Staatsanwältin hatte eine fünfjährige Haftstrafe gefordert. Das Gericht bewertete die „emotional aufgeladene Situation“, in der sich der Angeklagte in der Tatnacht befunden habe, ausdrücklich als Strafmilderungsgrund.
Die Kammer sprach zudem von einer verminderten Schuldfähigkeit des Angeklagten durch erheblichen Alkoholkonsum. Da der Mann erst am Tag nach dem gewaltsamen Geschehen festgenommen wurde, konnte das Gericht anhand von Zeugenvernehmungen nur schätzen, wie viel er in jener Nacht getrunken hatte.
Die Kammer ging von einem Blutalkoholwert von mehr als drei Promille aus. Das Opfer hatte wegen des hohen Blutverlusts in der Tatnacht wiederholt das Bewusstsein verloren und musste mehrfach reanimiert werden. Der Jugendliche hatte nur dank einer Notoperation überlebt. (HD)


