29.07.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Godorfer Hafen: Chemieunfall bei Shell

Bei Shell im Godorfer Hafen ist giftiges Benzol ausgetreten.

Bei Shell im Godorfer Hafen ist giftiges Benzol ausgetreten.

Foto:

Arton Krasniqi

Godorf -

Bei Shell in Godorf hat es am Donnerstagmorgen einen Chemieunfall gegeben. Nach Angaben von Shell trat dort nach Instandhaltungsarbeiten an einer Verladebrücke Benzol aus. Die Werksfeuerwehr löste gegen 8.40 Uhr Alarm aus und bat auch die Werksfeuerwehren der Nachbarindustrien sowie die Berufsfeuerwehr Köln um Hilfe. Drei Mitarbeiter wurden vorsorglich beim werkseigenen Medizinischen Dienst untersucht.

Eine Gefahr für die Bevölkerung schloss Shell aus. Sofort durchgeführte Messungen hätte ergeben, dass zu keiner Zeit eine Gefährdung für die Anwohner bestand, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Der Stoff sei nicht in das Hafenbecken, den Boden, das Grundwasser oder den Rhein gelangt. Aufgrund der vorherschenden Windrichtung könne es jedoch in Godorf zu Geruchsbelästigungen kommen.

Mittlerweile ist der Austritt des Kohlenwasserstoffs gestoppt. Der betroffene Hafenbereich ist abgesperrt, Mitarbeiter haben mit der Entsorgung des Benzols begonnen. Wie es zu dem Vorfall kommen konnte, wird derzeit untersucht. Die Bezirksregierung ist mit Mitarbeitern vom Dezernat für Immissionsschutz in Godorf. Sobald erste Ergebnisse über den Ausmaß des Schadens feststünden, würden die notwendigen Maßnahmen angeordnet, hieß es vonseiten der Aufsichtsbehörde.

Benzol wird in der Rheinland Raffinerie für die chemische Industrie hergestellt. Es wird unter anderem als Grundstoff für die Herstellung von Styropor benötigt. Benzol ist giftig und krebserregend. (jac)