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GVG-Gelände in Köln-Niehl: Feuer in Müllsortieranlage gelöscht

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Der Brand in einer Müllsortieranlage auf dem GVG-Gelände in Niehl ist in der Nacht zum Samstag gelöscht worden. Foto: Feuerwehr Köln
Das Feuer in der Müllsortieranlage in Köln-Niehl ist in der Nacht zum Sonntag komplett gelöscht worden, die Gefahr ist gebannt. 80 Tonnen Müll waren dort in Brand geraten — die Szenerie erinnerte an das Großfeuer vor einem Jahr.
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Niehl

Die Kölner Feuerwehr hat den erneuten Brand in der Müllsortieranlage der GVG in Köln-Niehl in der Nacht zum Sonntag schnell unter Kontrolle bekommen. Um 1:30 Uhr habe man „Feuer aus“ vermelden können, sagte Einsatzleiter Christian Miller am Sonntagmorgen dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Danach sei die Feuerwehr noch einmal gezielt zu den Punkten im direkten Umfeld gefahren, die von der Bevölkerung gemeldet worden seien, und habe dort Luftmessungen durchgeführt. Ergebnis: Alle Messwerte unter der so genannten Nachweisgrenze. Der Appell, Fenster und Türen geschlossen zu halten, wurde damit zurückgenommen - Entwarnung.

80 Tonnen Hausmüll brannten

In einer Halle direkt neben dem Gebäude, das durch einen tagelangen Brand vor ziemlich genau einem Jahr komplett zerstört wurde, hatten gegen 21:30 Uhr am Samstagabend etwa 100 Kubikmeter Müll in einer menschenleeren Lagerhalle Feuer gefangen. Wie ein GVG-Mitarbeiter dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtete, entzündete sich der Müll höchstwahrscheinlich selbständig. Eine Rauchwolke zog daraufhin in nordnordöstlicher Richtung nach Niehl, Longerich und Weidenpesch. Die Feuerwehr bat die Anwohner deshalb, Fenster und Türen geschlossen zu halten. (Zur Kartenansicht: Hier hat es gebrannt.) Erste Luftmessungen zeigten allerdings schnell keinerlei Auffälligkeiten.

Und doch wurden bei vielen Kölnern Erinnerungen an den Juli 2012 wach: Auch damals gab es ein Großfeuer in der Müllsortieranlage - allerdings brannten damals 800 Kubikmeter Müll und damit eine acht Mal so große Menge wie beim aktuellen Brand. Vor einem Jahr konnte das Feuer erst nach drei Tagen gelöscht werden, eine Dunstwolke zog über Köln und sorgte für große Aufregung.

140 Feuerwehrleute im Einsatz

In der Nacht zum Sonntag bekämpften 140 Einsatzkräfte den Brand, der dann schon vor Mitternacht unter Kontrolle war. Die Löscharbeiten gingen dann schneller als erwartet. Mit den Luftmessungen hatten die Einsatzkräfte direkt begonnen, um die Belastung für die Bevölkerung zu ermitteln — und zwar in Longerich, Niehl, Weidenpesch und aus Vorsichtsgründen auch am Fühlinger See, wo derzeit das Summer Jam mit tausenden Besuchern stattfindet. Dorthin zog die Rauchwolke allerdings am Abend nicht - und auch nicht in die Innenstadt. Schon die ersten Messergebnisse vom Fühlinger See und aus Longerich-Weidenpesch und aus dem direktem Umfeld zeigten, dass keine gesundheitsgefährdende Belastung der Luft mit Stoffen wie Benzol, Ammoniak, Stickstoff oder Formaldehyd zu befürchten schien.

Archivbild aus dem vergangenen Juli: Auch damals wurde der Müll mit Baggern aus der Halle gezogen und dort gelöscht. 2012 brannten allerdings etwa 800 Kubikmeter Hausmüll, diesmal sind es 100 Kubikmeter. Foto: Max Grönert

Auch wenn die Auswirkungen des aktuellen Brands deutlich geringer ausfielen, ging die Feuerwehr mit großer Sorgfalt vor und ließ schweres Gerät (zwei Radlader und einen Bagger) zum Einsatzort bringen. Der Müll wurde aus der Halle nach draußen transportiert und dann in kleinen Portionen abgelöscht. Der verwendete Löschschaum wurde direkt aufgefangen, um das Grundwasser nicht zu verunreinigen. (bls, ksta)

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