28.09.2016
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Maßnahmen der Kölner Schulen: Mädchengymnasium gibt wegen Übergriffen Weiberfastnacht frei

Hansa-Gymnasium

Am Hansa-Gymnasium im Gereonsviertel setzt man ebenfalls auf Prävention: „Im Rahmen der Schülervertreter-Arbeit klären wir unsere Schüler vor allem über K.o.-Tropfen auf – und zwar getrennt nach Geschlechtern“, sagt die kommissarische Schulleiterin Ulrike Thiede.

Leonardo-da-Vinci-Gymnasium

Unaufgeregt sieht man dem Karneval am Leonardo-da-Vinci-Gymnasium in Nippes entgegen: „Wir haben alle Kollegen ermutigt, dem Thema einen Platz in ihrem Unterricht einzuräumen und gemeinsam mit den Schülern darüber nachzudenken, wie man sich in Problemsituationen angemessen verhält“, berichtet Schulleiter Klaus Kombrink. Ein besonders großes Unsicherheitsgefühl unter Eltern und Schülern habe er aber nicht wahrgenommen.

Heinrich-Böll-Gesamtschule

Um Normalität ist man auch an der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Chorweiler bemüht. „Wir gehen mit dem Thema offen um, haben aber von organisierten Gesprächen mit Schülern und Eltern abgesehen“, sagt Schulleiter Rolf Griesard. Er hält es prinzipiell für falsch, konkrete Handlungsdirektiven auszugeben. „Wir wollen keine Stereotype bedienen, wir haben selbst einen hohen Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund“. Dass sich immer mehr junge Kölner mit Pfefferspray eindecken, sieht er kritisch.

Humboldt-Gymnasium

Keine gesonderten Appelle plant auch das Humboldt-Gymnasium in der Innenstadt: „In puncto Gewalt- und Suchtprävention sind wir ab der 5. Klasse intensiv aktiv. Die Grundlagen sind gelegt“, sagt Michael Witka-Jelen, stellvertretender Schuldirektor.

Dass die Schulen unterschiedliche Strategien verfolgen, deckt sich mit den Empfehlungen der Bezirksregierung. Da Karneval an den einzelnen Schulen verschieden stark gefeiert werde, seien „generelle Präventionsaktionen nicht sinnvoll“, der Schutz der Schüler liege daher in der Eigenverantwortung jeder Lernanstalt, so die offizielle Marschroute der Behörde. Es ergehe jedoch der Rat an die Schulen, klare Regeln zum Umgang mit Alkohol zu formulieren und die Jugendlichen nicht frühzeitig aus dem Unterricht ins jecke Treiben in der Stadt zu entlassen.

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