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Haltestelle Heumarkt: Fährt die KVB künftig zum Kapitol?

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So sah der römische Kapitolstempel aus, dessen Reste das Fundament der Kirche Maria im Kapitol bilden. Soll die künftige KVB-Haltestelle am Heumarkt nach dem kapitol benannt werden? (Bild: Forschungsprojekt) 
Wie soll die neue U-Bahn-Station Heumarkt heißen? Die Stadt debattiert über eine Umbenennung zur Erinnerung an das römische Kapitol, das einst in der Nähe stand. ksta.de zeigt, wie der Kapitolstempel und andere römische Bauten aussahen.  Von
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Im Dezember wird die neue U-Bahn-Station Heumarkt eingeweiht, die die oberirdischen Ost-West- und die unterirdischen Nord-Süd-Linien der KVB verbinden soll. Wie diese Station heißen soll, darüber wird in der Stadt derzeit diskutiert. Heumarkt/Kapitol, Kapitol/Heumarkt oder einfach nur Kapitol: Das sind die Varianten, die die Befürworter einer Umbenennung ins Spiel bringen, unter ihnen der ehemalige Stadtkonservator Ulrich Krings.

Die neue Haltestelle erstrecke sich auch deutlich westlich des Heumarkts und stelle damit „städtebaulich einen Bezug zu einer der wichtigsten und traditionsreichsten romanischen Kirchen Kölns“ her: St. Maria im Kapitol. In deren Namen klinge zudem die Erinnerung an das römische Kapitol an, „die vornehmste Tempelanlage“ des antiken Köln, von der erhebliche Reste unter der christlichen Kirche erhalten seien.

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Mit einem neuen Namen könne dieser historische Ort angemessen gewürdigt werden, finden auch der Pfarrer von St. Maria im Kapitol, Matthias Schnegg, und FDP-Fraktionschef Ralph Sterck. Zudem könne verhindert werden, dass Fahrgäste, wie es immer mal wieder vorkomme, Neumarkt und Heumarkt verwechseln. Sterck hat in dieser Angelegenheit an Oberbürgermeister Jürgen Roters geschrieben und unter anderem darauf hingewiesen, dass sich der Rat bereits 2002 für den Namen „Kapitol“ ausgesprochen habe.

Namensänderung vor der Sommerpause

So könnte das Haltestellenschild aussehen.
So könnte das Haltestellenschild aussehen.
Foto: Bilderbuch Köln/ksta

Roters plädiert in seinem Antwortschreiben dafür, dass sich der Rat angesichts „der gesamtstädtischen Bedeutung der Haltestelle und der Tragweite einer Namensgebung“ erneut mit dem Thema beschäftigt. Er selbst sei sich allerdings nicht sicher, „ob der Name Kapitol in der breiten Bürgerschaft die erforderliche Akzeptanz findet“. Nach den Worten von Stadtsprecher Jürgen Müllenberg will die Verwaltung dem Rat in der Juni-Sitzung eine Vorlage präsentieren, in der Roters vorschlage, den Namen Heumarkt beizubehalten, wenn gewünscht aber den Zusatz Kapitol hinzuzufügen.

Für die KVB ist laut Pressesprecherin Gudrun Meyer „der Ratsbeschluss bindend“. Aus betrieblicher Sicht gebe es keine Probleme, eine Namensänderung umzusetzen, wenn sie vor der Sommerpause des Rates beschlossen würde.

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