26.07.2016
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Medi-Kid: In Notfällen berät das Mobiltelefon

Die Telefon-App Medi-Kid.

Die Telefon-App Medi-Kid.

Foto:

Figge

Innenstadt -

Wie handelt man richtig bei Verbrennungen, wie bei Durchfall? Ist Fieber über 40 Grad Celsius eigentlich lebensbedrohlich? Und wann steht der nächste Impftermin an? Junge Eltern können die Krankheitssymptome ihres Kindes oft nur schwer deuten. Und dann sind auch die regelmäßigen Vorsorgetermine einzuhalten. Das verunsichert viele Menschen. Darum hat der Kinderarzt Dr. Jörg Nase als alltägliche Hilfestellung für Väter und Mütter eine Anwendung für das Smartphone entwickelt – die „Medi-Kid – Kinder-Gesundheits-App“.

Übersichtlich gibt das Programm für mobile Endgeräte Tipps und Anweisungen bei Kinderkrankheiten und Verletzungen. Für Nase ist dabei aber wichtig: „Medi-Kid ersetzt nicht den Besuch beim Arzt. Es soll helfen, die Situation besser einzuschätzen, um entscheiden zu können, wann der Gang zum Arzt nötig ist – und was jeder Zuhause tun kann.

Ein Jahr an der App getüftelt

An dem Projekt ist seine gesamte Familie beteiligt gewesen. Gut ein Jahr lang hat er mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen an der Anwendung getüftelt. Beate Nase ist Leiterin eines Zentrums für Frauen- und Familiengesundheit. Sie hat die Texte inhaltlich überarbeitet, die Söhne waren für die technische Umsetzung zuständig. Zusammen haben Sebastian (33), der als Projektmanager im Online-Bereich arbeitet und der Softwareoptimierer Christoph (31) eine GbR gegründet und kümmern sich um Marketing und Vertrieb der App. „Die Anwendung verkauft sich so gut, dass wir im Bereich Medizin in den Verkaufslisten ganz vorne mit dabei sind“, sagt Christoph Nase.

Die App ist nicht der erste Gesundheitsratgeber, den der Mediziner aus Bergneustadt bei Gummersbach verfasst hat. Bereits mehrere Bücher zum Thema Kinderkrankheiten hat Jörg Nase geschrieben. Zuletzt ist im vergangenen Jahr ein Werk im GU Verlag erschienen. Viele der Buch-Texte sind in veränderter Form in die App eingeflossen. Der Vorteil der Anwendung ist, dass sie auf kleinstem Raum ungleich mehr Informationen versammelt und als App auf dem Handy überall verfügbar ist.

So erfährt der unerfahrene Jungvater, welche Ursachen die Bauchschmerzen des Kleinen haben können und wann ein Gang zum Arzt angezeigt ist oder ob eine leichte Massage des Bäuchleins schon Linderung verschaffen könnte. Zudem kann in dem Programm für jedes Kind ein Profil angelegt werden, in dem alle Erkrankungen gespeichert und für den behandelnden Arzt dokumentiert werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Erinnerungsmeldungen zu bevorstehenden Impfungen und Routineuntersuchungen einzurichten. Dabei speichert die App keine privaten Daten. Jörg Nase versichert: „Wir arbeiten mit keiner Softwarefirma und keinem medizinischen Unternehmen zusammen – alle Informationen werden nur lokal auf den Endgeräten der Nutzer gespeichert.“

Die App Medi-Kid ist nur für das IPhone zu haben, eine Version für Android- ist in Planung. Sie kostet einmalig 2,69 Euro.

www.medikid.de


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