26.09.2016
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Aachener Straße: Schon wieder Ampel ausgefallen

Ein defekte Ampel sorgt derzeit für ein Verkehrschaos rund um die Kreuzung Aachener Straße/ Moltkestraße.

Ein defekte Ampel sorgt derzeit für ein Verkehrschaos rund um die Kreuzung Aachener Straße/ Moltkestraße.

Foto:

Arton Krasniqi

Innenstadt -

Schon zum dritten Mal in diesem Jahr sind die Ampeln an einer viel befahrenen Kölner Kreuzung ausgefallen: Diesmal hat es die Kreuzung Aachener Straße/Moltkestraße in der Innenstadt getroffen – erneut hat ein Steuergerät aus „Altersschwäche“ den Dienst quittiert, Ersatzteile sind nach Angaben der Stadt nicht mehr zu bekommen.

Ein neues Steuergerät sei bestellt und soll möglichst noch in dieser Woche eingebaut werden.

Bis dahin müssen sich die Autofahrer allerdings auf erhebliche Behinderungen einstellen, denn das Amt für Straßen und Verkehrstechnik hat für den querenden Verkehr aus der Moltkestraße umfangreiche Sperrungen eingerichtet. Aus Richtung Barbarossaplatz wird der Verkehr von der Moltkestraße an der Richard-Wagner-Straße nach rechts abgeleitet.

Um von dort die Aachener Straße zu erreichen, können Autofahrer an der Brüsseler Straße, am Habsburgerring und an der Benesisstraße nach links abbiegen.

Autofahrer aus Richtung Norden können an der Aachener Straße nur noch nach rechts abbiegen; Fußgänger können die Aachener Straße nur in Höhe der Stadtbahnhaltestelle überqueren.

Nach dem Einbau des neuen Steuergerätes kann die Ampel laut Stadt noch nicht sofort wieder verkehrsabhängig geschaltet werden; wegen der komplexen Verkehrssituation nehme die Programmierung des Gerätes einige Zeit in Anspruch. Solange funktioniere die Anlage nach einem festen Schaltzyklus.

FDP: Mitarbeiter schulen

Das Problem ausgefallener Ampeln ist für die Stadt ein Dauerthema. Von den fast 1000 Anlagen in Köln sind laut Stadt zwischen 250 und 300 älter als 25 oder sogar 30 Jahre, oder sie seien von ihren Firmen „abgekündigt“. Das heißt: Für diese Geräte gibt es keine Ersatzteile mehr. Um den Sanierungsstau abzubauen, müssten nach Angaben des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik jedes Jahr 35 Ampelanlagen erneuert werden – in den beiden vorigen Jahren sei dies auch gelungen, in den Jahren davor allerdings nicht.

Die FDP-Ratsfraktion macht den Umgang der Stadt mit den Ampelausfällen zum Thema im nächsten Verkehrsausschuss: Die Verwaltung soll prüfen, so werden es die Liberalen beantragen, ob städtische Mitarbeiter im Ordnungsdienst oder private Sicherheitskräfte nach einer entsprechenden Schulung in Notsituationen zur Verkehrsregelung eingesetzt werden können. Die Aufrechterhaltung der Sicherheit müsse höchste Priorität haben.