27.08.2016
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Demo auf dem Roncalliplatz: „Erdogan tötet unsere Rechte“

Etwa 3000 Mitglieder der Alevitischen Gemeinde Deutschland haben gegen die Politik des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan demonstriert.

Etwa 3000 Mitglieder der Alevitischen Gemeinde Deutschland haben gegen die Politik des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan demonstriert.

Foto:

Brian Schneider

Köln -

Lautstark und friedlich haben etwa 3000 Menschen am Samstagnachmittag gegen die Politik des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan demonstriert.

Auf dem Roncalliplatz im Schatten des Doms forderten sie auf Spruchbändern ein „Ende des staatlichen Terrors in der Türkei“. Die Demonstranten waren aus ganz Deutschland angereist.

Aufgerufen hatte unter anderem die Alevitische Gemeinde Deutschland. „Erdogan tötet unsere Rechte“, sagte eine Demonstrantin. Der Protest richtet sich auch gegen die eskalierende Gewalt in der türkischen Stadt Istanbul und das brutale Vorgehen der Polizei. Dort hatten Umweltschützer in der vergangenen Woche versucht, einen Park in der Innenstadt zu schützen. Auf dem Gelände soll unter anderem ein Einkaufszentrum errichtet werden.

Die Polizei ging mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, in Medienberichten ist sogar von Toten die Rede. Auch in Izmir, Adana, Izmit, Bodrum, Eskisehir und Konya gingen die Menschen auf die Straße, um gegen die Polizeigewalt zu protestieren. Die Demonstration in Köln endete am frühen Abend.

Und auch am Sonntag setzten sich die Proteste in Köln fort. Am Rudolfplatz fanden sich etwa 150Menschen ein, um friedlich gegen die andauernde Polizeigewalt in der Türkei zu demonstrieren. (bls)