29.07.2016
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Demonstrationen in Köln: Hunderte protestieren gegen Prism

Mehrere tausend Menschen haben bereits im Juli deutschlandweit ein Ende der Internet-Überwachung und Schutz für Informanten gefordert. In Köln gingen rund 700 Menschen auf die Straße. (Symbolbild)

Mehrere tausend Menschen haben bereits im Juli deutschlandweit ein Ende der Internet-Überwachung und Schutz für Informanten gefordert. In Köln gingen rund 700 Menschen auf die Straße. (Symbolbild)

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REUTERS

Köln -

Die Proteste gegen die NSA-Ausspähaffäre haben am Samstag in Deutschland zunächst deutlich weniger Menschen auf die Straße gebracht als erwartet. In Köln gingen rund 700 Menschen auf die Straße, darunter viele junge Leute.

Neben der Piratenpartei nahmen auch die Grünen und die Linke an der Demonstration teil. Geredet haben der Veranstalter der Demo, Florian Waechter und der Frank Überall. „Unsere Regierungen hier in Deutschland und in Europa fordern wir dazu auf, sich gegen jede Form von anlassloser und unverhältnismäßiger Überwachung auszusprechen und danach zu handeln. Und wir fordern ganz klar, dass alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger individuell benachrichtigt werden müssen, wenn über sie von Strafverfolgern oder Geheimdiensten digitale Daten abgeschöpft wurden“, sagte der Journalist.

In Frankfurt, wo rund 5000 Demonstranten erwartet worden waren, sprach die Polizei nach Beginn der Kundgebung von rund 850 Menschen.

Fast zeitgleich sollte bundesweit in mehr als 30 Orten gegen die Datenüberwachung durch den US-Geheimdienst protestiert werden.

Seit Wochen ist bekannt, dass der US-Geheimdienst NSA im großen Stil die Kommunikation von Bürgern und Politikern in Deutschland auskundschaftet. Umfang und Details der Ausspähung sind aber nach wie vor unklar.

Ein Bündnis verschiedener Organisationen - allen voran die Piratenpartei - hatte deshalb zu den Demonstrationen aufgerufen. Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter und IT-Experte Edward Snowden hatte die massenhafte Ausforschung ans Licht gebracht.


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