24.08.2016
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Gymnasium Schaurtestrasse: Richtfest läutet neue Ära ein

Hinten links steht der Kopfbau, dessen Richtfest das Gymnasium Schaurtestraße feierte. Links der Neubau, der seit 2007 fertig ist.

Hinten links steht der Kopfbau, dessen Richtfest das Gymnasium Schaurtestraße feierte. Links der Neubau, der seit 2007 fertig ist.

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Tobias Christ

Deutz -

Zwei Rekorde hat das Gymnasium Schaurtestraße bereits vorzuweisen. Mit 640 Schülern ist es das kleinste Gymnasium Kölns und – gegründet im Jahr 1908 – das älteste im Rechtsrheinischen. Vielleicht ist es in Kürze auch das modernste Gymnasium der Stadt: Seit einigen Jahren wird gebaut und saniert, was das Zeug hält. Das Richtfest für den sogenannten Kopfbau feierte die Schule mit viel Musik und Redebeiträgen.

Fünf Geschosse entstehen dort, wo früher die Rektoren beziehungsweise die Hausmeister wohnten. Das Gebäude wurde abgebrochen, im Neubau entstehen eine Mensa, eine Bibliothek, eine Lesegalerie und Betreuungsräume. Zusätzlich wird das bestehende Gebäude aus dem Jahr 1913 umfangreich saniert. Diese Aufgabe ist weitgehend erledigt, der Kopfbau soll Anfang kommenden Jahres bezugsfertig sein. Dafür und für die Sanierung des Altbaus investiert die Stadt rund 8,5 Millionen Euro. 10,9 Millionen hat sie bereits für einen Erweiterungsbau mit Fachräumen und zwei Turnhallen gezahlt, der seit Ende 2010 in Betrieb ist.

Die Modernisierungen seien bitter nötig, die Schule lange Zeit „arg verkommen“ gewesen, sagte der Leiter Rolf Scheid. „Immer war die Rede davon, die Schule umzubauen und zu erweitern, am Ende wurde daraus nichts.“ Erst im Jahr 2002 sei Bewegung in das Projekt gekommen, 2007 dann wurde mit dem Bau der ersten Erweiterung begonnen. Auch steigende Schülerzahlen und die längeren Unterrichtszeiten machten die Investitionen nötig.

Der Schulbetrieb lief und läuft während der Bauarbeiten weiter. Immer wieder mussten Klassen ihre Räume wechseln oder in Container ausweichen. Bis die Mensa fertig ist, bekommen etwa 100 Schüler ihr Mittagessen im nahegelegenen Bürgerzentrum Deutz.

Mehrmals geriet der Baufortschritt ins Stocken. Gleich zwei technische Büros, die für die Koordinierung der Arbeiten zuständig waren, hätten pleite gemacht, so Scheid. Mittlerweile laufe das Großprojekt allerdings schnell und reibungslos.

Zur Feier des Tages ließen die Schüler Luftballons steigen, zu hören gab es eine Klanginstallation sowie Beiträge der Bigband. Ein Buffet und der Richtspruch komplettierten das sommerliche Richtfest-Programm.

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