28.07.2016
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Hänneschen-Theater: Das ganze Ensemble packt mit an

Rund um die Kinderstücke am Hänneschen-Theater kündigte Intendantin Frauke Kemmerling einige organisatorische Änderungen an.

Rund um die Kinderstücke am Hänneschen-Theater kündigte Intendantin Frauke Kemmerling einige organisatorische Änderungen an.

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stefan worring

Innenstadt -

Tünnes und Schäl ziehen um. Zumindest vorübergehend. Das Hänneschen-Theater muss am Montag sämtliche Figuren, Kulissen, Bühnengegenstände und das Manuskript-Archiv ausräumen. Tausende Gegenstände werden zeitweise ausgelagert. Denn den Puppenspielen der Stadt Köln stehen gleich drei Baustellen ins Haus: Ein Wasserschaden im Keller muss repariert, der fünfte Stock des Gebäudes am Eisenmarkt brandsicher gemacht werden, zudem bekommt das Theater eine neue Klimaanlage. Die Leute, die sonst hinger d’r Britz stehen, geraten nun gewaltig unter Zeitdruck: Die umfangreichen Arbeiten müssen zügig abgeschlossen werden, dann muss das Inventar wieder zurück an seinen Platz kommen – und im August beginnen die Proben für das neue Stück.

„Das ist schon ein großer Aufwand“, sagt Intendantin Frauke Kemmerling. Die Puppen selbst haben noch die kürzeste Reise vor sich, sie können für die Zeit der Umbauarbeiten im benachbarten Flachbau unterkommen. Die großen Kulissen und Bühnenaufbauten sowie das Manuskript-Archiv, die im fünften Stock des Theaters lagern, müssen dagegen quer durch die Stadt in Depots an der Piccoloministraße in Holweide gebracht werden. Selbst das Foyer muss als Lagerraum herhalten. „Alle Puppenspieler und Mitarbeiter helfen mit“, sagt Kemmerling, zusätzlich hat die Stadt ein Umzugsunternehmen beauftragt.

Vor allen der Einbau der neuen Klimaanlage ist ein umfangreiches Projekt. „Dafür muss die komplette Bühnenrückwand ausgebaut werden“, erklärt die Intendantin. Durch die bisherige, fast 30 Jahre alte Anlage hätten die Puppenspieler in einem „massiven Luftzug“ und unter „großer Staubentwicklung“ gearbeitet. Im Zuschauerraum seien ähnliche Probleme aufgetreten. Nach Angaben des Kulturdezernats belaufen sich die Kosten für Umzug und Bauarbeiten auf 455000 Euro.
„Die große Herausforderung ist es, dass der Spielbetrieb planmäßig weitergeht“, sagt Kemmerling. Das neue Stück „Lück wie ich un do“ soll am 30. August Premiere feiern. Aber schon am 12. August beginnen die Proben dazu.