26.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Mathe-Olympiade: Rätsel für Nachwuchs-Mathematiker
25. February 2013
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Mathe-Olympiade: Rätsel für Nachwuchs-Mathematiker

Volle Konzentration: Die Neuntklässler bei ihrer Klausur.

Volle Konzentration: Die Neuntklässler bei ihrer Klausur.

Foto:

Schöneck

Deutz -

Für die Schüler, die sich im Gymnasium Schaurtestraße versammelten, sind „Pisa-Panik“ und die Lamenti über lernschwache Jugendliche Lichtjahre entfernt. Während einige Schüler Probleme mit einfachem Grundrechnen haben, büffelten die Kandidaten über hoch komplizierten Aufgaben – unter anderem aus den Bereichen Algebra, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Geometrie, Trigonometrie und Text-Sachaufgaben, die viel logisches Denken und Kombinationstalent erfordern.

Denn Deutz war diesmal Austragungsort der Landesrunde der Mathematik-Olympiade. Um bei diesem Vorausscheid antreten zu können, haben die rund 350 Schüler von weiterführenden Schulen in ganz NRW bereits zwei Stufen gemeistert: die schulinterne Auftaktrunde sowie, als zweiten Durchgang, den Wettstreit auf Großstadt- oder Landkreis-Ebene. Von den rund 350 Jugendlichen – Mädchen und Jungen waren in etwa gleich stark vertreten – werden wiederum 14 beim Bundesfinale antreten, das vom 5. bis 8. Mai in Hamburg stattfindet. Dort messen sie sich mit 176 Konkurrenten aus dem Rest Deutschlands. „Insgesamt machen ab Runde eins bundesweit etwa 200 000 Schüler bei der Olympiade mit“, erläuterte Philipp Lampe von der Universität Bonn. „Viele Schüler, die hier antreten, beschäftigen sich auch außerhalb der Schule mit dem Stoff; es gibt auch Fortbildungen und Ferien-Akademien vom Mathe-Landesverband“, ergänzte sein Uni-Kollege Malte Lackmann, der den Anmeldungs- und Turnierleiter-Tisch im Erdgeschoss besetzte. Fürs Bundesfinale sind beide zuversichtlich. „Wir als NRW-Team sind in der Regel sehr erfolgreich“, erläutert Lampe. „Eine große Konkurrenz sind die neuen Bundesländer – die Wettbewerbsidee kommt auch von dort“, so Lampe.

Premiere beim NRW-Wettbewerb

Mit fünf weiteren Kommilitonen organisierten Lampe und Lackmann ehrenamtlich die Mathe-Landesrunde. Hinzu kamen rund 100 Lehrer sowie weitere Studenten und Professoren, die aus Fairnessgründen aus ganz NRW stammten – und ebenfalls freiwillig Aufsicht und Auswertung der Klausuren übernahmen. Eine Schülergruppe des Gymnasiums hatte das Catering übernommen: Im Lehrerzimmer, das als Pausen-, Helfer- und Elternlounge diente, zauberten sie ein leckeres Buffet – auch mit selbst gebackenen Kuchen und Muffins, die passend zum Anlass den „Satz des Pythagoras“ a2 + b2 = c2 trugen. Zum Übernachten ging’s für die Teilnehmer ins Jugendgästehaus an der Siegesstraße.

Denn diesmal gab es beim NRW-Wettbewerb eine Premiere: Die Mädchen und Jungen aus den Klassen 8 und aufwärts schrieben an gleich zwei Tagen eine Klausur – und hatten so mehr Zeit, beim Rahmenprogramm die Stadt zu erkunden. So konnten die Schüler Odysseum, Schokoladenmuseum, den Zoo oder das römische Praetorium besichtigen; auch eine „Grusel-Stadtführung“ war für die jungen Mathegenies im Angebot.

www.mathematik-olympiaden.de

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