28.07.2016
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Neues Wohngebäude: Altes Zollamt wird abgerissen

Das ehemalige Gebäude des Kölner Hauptzollamts wird nicht mehr benötigt und soll einer Wohnbebauung weichen, für deren Gestaltung ein Wettbewerb veranstaltet wurde. So soll der Neubau an der Tel-Aviv-Straße aussehen.

Das ehemalige Gebäude des Kölner Hauptzollamts wird nicht mehr benötigt und soll einer Wohnbebauung weichen, für deren Gestaltung ein Wettbewerb veranstaltet wurde. So soll der Neubau an der Tel-Aviv-Straße aussehen.

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Architekturbüro Boris Enning

Köln -

Das frühere Zollkriminalamt an der Nord-Süd-Fahrt in der Nähe des Waidmarkts wird einem Wohngebäude weichen. Die Soini Immobilienentwicklung GmbH plant ein sechsgeschossiges Haus mit rund 85 Wohnungen.

Den Schwerpunkt sollen Zwei- und Dreizimmer-Wohnungen bilden. Der Entwurf für den Neubau gegenüber dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium stammt von dem Kölner Architekten Boris Enning; dieser hatte sich mit seinen Vorstellungen im vorigen September in einem Ideenwettbewerb durchgesetzt.

Bevor die Kräne aufgebaut werden dürfen, muss die Stadt einen Bebauungsplan erlassen. Der beabsichtigte Wohnkomplex entspreche den Vorgaben des Masterplans für die Innenstadt, den der Frankfurter Architekt Albert Speer für die Innenstadt erarbeitet hat, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung für den Stadtentwicklungsausschuss des Rates. Die Entscheidung soll im März erfolgen.

Der Investor plant ein weiteres Gebäude auf dem angrenzenden Gelände am Perlengraben. Das Grundstück gehört der Stadt. Derzeit verhandelt das Liegenschaftsamt mit dem Immobilienunternehmen über einen Verkauf. Auf diesem Teil des Baugebietes sei „studentisches Wohnen, Gewerbe und Dienstleistung“ geplant, teilt die Verwaltung mit. Studenten soll „eine hohe Vielfalt“ an Wohnungstypen angeboten werden: vom Einzimmer-Appartement über Zweier-, Dreier- bis zu Vierer-Wohngemeinschaften.

Die Auffahrt vom Perlengraben zur Nord-Süd-Fahrt, die in diesem Abschnitt Tel-Aviv-Straße heißt, soll dauerhaft gesperrt werden. Zwei Tiefgaragen sollen den Bedarf an Stellplätzen decken.