25.07.2016
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Oper und Schauspiel in Köln: Kosten für Opernsanierung sprengen das Budget

Trotz Mehrkosten und Verzögerungen will die Stadt die Bühnen im November 2015 wieder eröffnen.

Trotz Mehrkosten und Verzögerungen will die Stadt die Bühnen im November 2015 wieder eröffnen.

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Max Grönert

Köln -

Die Sanierung der Oper und des Schauspiels wird offenbar erheblich teurer als geplant. Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ dürften die Arbeiten auf dem Offenbachplatz insgesamt rund 275 Millionen Euro kosten. Das sind gut zehn Prozent mehr als die vom Stadtrat bewilligten 253 Millionen Euro. Das Überschreiten des Budgets sei vor allem damit zu begründen, dass die allgemeinen Baukosten seit der dem Ratsbeschluss zugrunde liegenden Kostenberechnung um mehr als neun Prozent gestiegen sei, heißt es bei Baubeteiligten.

Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach wollte am Mittwoch noch keine genauen Zahlen nennen. „Wir gehen von einer Steigerung im einstelligen Prozentbereich aus“, sagte sie. Die ursprüngliche Kostenplanung enthält bereits einen Anteil von zehn Prozent für unvorhergesehene Ausgaben. Den Verantwortlichen war von Anfang an bewusst, dass die Sanierung der ein halbes Jahrhundert alten Riphahn-Bauten Unwägbarkeiten bergen würde.

In der Tat waren eine ganze Reihe von Gewerken aufwendiger als vorher bekannt. Das gilt für das Herrichten des Baugrundes ebenso wie für die statische Ertüchtigung des Rohbaus. Unter anderem hatte es statische Probleme im Zusammenhang mit der Unterbühne der Oper gegeben. Als Folge der zusätzlichen Arbeiten steigen die Ausgaben für den Gerüstbau. Die Gestelle musten mehrfach umgesetzt werden und werden zudem länger benötigt als angenommen.

Die nachträglichen Rechnungen der Baufirmen haben die Notkasse restlos aufgezehrt. Die allgemeinen Preissteigerungen im Baugewerbe waren darin allerdings nicht enthalten. Dem Stadtrat wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als die höheren Kosten zu bewilligen.

Um den Zeitplan nach den Widrigkeiten einzuhalten, hat die Stadt mit den Planern und Firmen „Maßnahmen zur Beschleunigung“ vereinbart. Für die zusätzliche Schichtarbeit muss der Auftraggeber einen Aufpreis zahlen. „Unser oberstes Ziel ist es, die Bühnen im November 2015 wieder zu eröffnen“, sagte Laugwitz-Aulbach. „Das ist enorm wichtig für die Kulturstadt Köln.“