28.08.2016
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Protestaktion: U-Bahn-Eingang als Geschenk verpackt

Auspacken leider verboten: Verschiedene Initiativen demonstrieren für eine vorzeitige Inbetriebnahme der Nord-Süd-Stadtbahn.

Auspacken leider verboten: Verschiedene Initiativen demonstrieren für eine vorzeitige Inbetriebnahme der Nord-Süd-Stadtbahn.

Foto:

Grönert

Was sich Steffi Bluhme von der Interessengemeinschaft Severinsviertel und viele andere Bürger der Südstadt in diesem Jahr zu Weihnachten wünschen, ist kein Geheimnis: die Inbetriebnahme des südlichen Abschnitts der Nord-Süd-Stadtbahn zwischen Severinstraße und Bonner Wall im Jahre 2015.

Um ihrem Anliegen gegenüber Stadtrat und Stadtverwaltung Nachdruck zu verleihen, inszenierten die Mitglieder des Aktionsbündnisses am Sonntag eine satirisch-weihnachtliche Geschenkaktion. Die bereits fertiggestellten U-Bahn-Zugänge am Chlodwigplatz wurden in rotes Schleifenband gehüllt. Bis zum Auspacken gilt es sich allerdings noch ein wenig zu gedulden: „Heute fertig – 2019 auspacken. Ein Meisterstück Kölner Stadtgeschichte“, so der bissige Kommentar auf den dazugehörigen Transparenten.

„Wir sprechen Kölnern aus der Seele“

„Wir sprechen vielen Kölnern aus der Seele“, ist Bluhme sicher. „Wir haben zehn Jahre lang Baulärm und Tragödien erlebt, wir sind es leid und wollen endlich einen Anschluss der Südstadtinfrastruktur an das KVB-Netz.“ Die Summe von 30 Millionen Euro, die diese Maßnahme nach Angaben der Verwaltung zusätzlich verursachen würde, hält Karl-Heinz Walter, Sprecher der Lobby für die Südstadt, für überzogen: „Es bedarf einer Elektrifizierung der Strecke – und einer neuen Wendeschleife.

Die Betriebskosten hingegen müsste die KVB ja schon eingeplant haben, die Bahn sollte ja eigentlich schon seit 2011 fahren.“