28.07.2016
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Weihnachtsmarkt am Schokoladenmuseum: Maritimes Flair im Rheinauhafen

Mit „Weihnachten ahoi“ und Spiel auf der Leier begrüßt Leichtmatrose Olaf die Gäste am Dreimaster „Trudel“.

Mit „Weihnachten ahoi“ und Spiel auf der Leier begrüßt Leichtmatrose Olaf die Gäste am Dreimaster „Trudel“.

Foto:

Martina Goyert

Mit „Weihnachten ahoi“ heißt Leichtmatrose Olaf sieben muntere Damen willkommen und singt zur barocken Leier ein Seemannslied.

In der Spelunke Zum alten Leuchtturm schenkt Wirt Torsten Höderath belgisches Glühbier, Feuerzangenbowle und das exotische Gebräu „Flöff“ aus.

Maritimes Flair soll Besucher auf den abseits der City gelegenen Weihnachtsmarkt im Rheinauhafen locken – zwischen Malakoffturm und Tauzieher-Denkmal, art’otel Cologne und Schokoladenmuseum. Die alte Drehbrücke von 1896 verbindet übers Jachthafen-Wasser hinweg 70 Stände miteinander, die sich um den nicht seetauglichen Dreimaster „Trudel“ gruppieren. Hier grüßt der Hamburger Jens Wulff mit einem markigen „Moin“ die Gäste und serviert „Seute Deern“, Kakao mit Kirschlikör und Sahne.

Meeresfrüchte sind der Renner

Meeresfrüchte sind der Renner auf dem Markt – der auf offenem Feuer gegarte finnische Flammlachs sowie Hummer (ein halber kostet 19,50 Euro), Gambas, Austern oder Oktopus. Die Wuppertaler Irene und Dirk Siwei haben sich auf die Delikatessen aus Frankreich spezialisiert und behaupten: „Das bekommen Sie sonst nirgendwo.“

Mit Raritäten und Kuriositäten werben die Händler in den weißen Verkaufsständen, die Partyzelten gleichen. Sie kommen überwiegend aus Köln und der Region – wie Julian, Christoph und Andreas. Die drei bieten in ihrem „Zwitscherkasten“ Vogelhäuser als Schnapsbar-Spaßgeschenke feil (Stückpreis. 45 Euro). Bernd Hoffmann aus Leverkusen: „Ich finde die Dinger lustig.“ Nebenan verkauft Vincenzo Sicilia verblüffend echt aussehendes rostiges Werkzeug aus italienischer Schokolade. Christiane Peters und Jörg Mischke haben bunte Bommel- und Fliegermützen aus Filz im Sortiment – für Freunde ausgefallener Kopfbedeckungen. Mit maritimen Grüßen auf dem Hafenweihnachtsmarkt war auch der Shop desKölner Stadt-Anzeiger mit seinem Stand Kölle Ahoi vertreten.

Kampot-Pfeffer aus Kambodscha

Bei Sebastian Brimmers aus Ehrenfeld gibt es aromatischen Kampot-Pfeffer aus Kambodscha, und Ralph Tonger bereitet Kaffee in Kölns kleinster Rösterei zu. Im beheizten Zelt nahe dem Rheinufer zeigen elf Kunsthandwerker ihr Können, und auf der neuen „art’otel“-Fläche hängen filigrane Holz-Sterne mit Kölner-Dom-Silhouette am Stand von Oswald Amort aus Südtirol, sein spezieller Gruß an Köln.

Für Kinder sind drei kümmerlich wirkende Spielboote auf dem Markt verteilt – Spaß haben sie wohl eher auf dem Kettenkarussell (ein „Flug“ kostet 1,50 Euro) und am Holzspielzeug-Stand von Stephan Pfeiffer. „Hier können sie toben, wenn ihre Eltern Glühwein trinken“, meint der Berliner.


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