27.07.2016
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Zu Besuch in Köln: 17-Jähriger stirbt nach Balkonsturz

Rettungswagen

Ein 17-Jähriger ist bei einem Sturz aus dem dritten Obergeschosse ums Leben gekommen. (Symbolbild)

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dpa

Deutz -

Ein 17-jähriger Berliner ist am frühen Samstagmorgen aus einem Haus an der Mindener Straße in Deutz gestürzt. Zwei Stunden später erlag er im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Hintergründe geben der Polizei Rätsel auf.

Gegen drei Uhr war eine Streifenwagenbesatzung unterwegs zu einem Einbruch nach Mülheim. In Höhe des Lanxess-Hochhauses sahen die Beamten den Jugendlichen halb auf dem Radweg, halb auf der Fahrbahn liegen. Sie stoppten, stiegen aus, glaubten zunächst an einen Betrunkenen, bemerkten dann aber die schweren Verletzungen. Der 17-Jährige habe sich noch geregt, berichtete ein Polizeisprecher. Die Polizisten starteten die Reanimation und riefen den Notarzt. Ein Rettungswagen brachte den Verletzten ins Krankenhaus. Aber alle Mühe war vergebens.

Noch am Samstag hatte es geheißen, der 17-Jährige sei von einem Balkon in der dritten Etage gestürzt. Inzwischen scheint das nicht mehr so klar. Es gibt keine Augenzeugen. Laut Polizei könnte der Jugendliche auch vom Dach gefallen sein. Ungewiss sei zudem, warum der Köln-Besucher sich in dem Mehrfamilienhaus aufhielt. „Offenbar wollte er zusammen mit anderen jemanden in dem Haus besuchen“, sagte ein Beamter. In Köln sei der 17-Jährige jedenfalls nicht gemeldet gewesen.
Während die Polizisten sich um den Schwerverletzten kümmerten, war ein zweiter Heranwachsender hinzugekommen. Er stellte sich als Bekannter des Opfers vor. Eine Obduktion soll nun Aufschluss darüber geben, ob der 17-Jährige womöglich Alkohol oder Drogen im Blut hatte. Ein Fremdverschulden schließt die Polizei nach ersten Ermittlungen aus. (ts)