24.05.2016
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Feuerwehr in Kalk: Das neue Einsatz-Zentrum kommt

Der aktuelle Standort an der Gießener Straße bietet kaum ausreichend Platz für die Fahrzeuge.

Der aktuelle Standort an der Gießener Straße bietet kaum ausreichend Platz für die Fahrzeuge.

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NR

Kalk -

Die Planung für ein Prestige-Projekt von Stadtverwaltung und Berufsfeuerwehr kann beschleunigt werden. Nach der Kalker Bezirksvertretung haben jetzt auch der Stadtrat sowie die drei zuständigen Ratsausschüsse (Bau, Gesundheit und Finanzen) für den Neubau eines neuen Feuerwehrzentrums an der Gummersbacher Straße in Kalk gestimmt.

Vor allem Kalks Bezirksvertreter waren von den Plänen angetan. „Unsere Forderung nach einem sinnvollen Standort und einem attraktiven Äußeren der Gebäude ist erfüllt worden“, sagte Marco Pagano, der Vorsitzende der SPD-Fraktion. Ähnlich zufrieden ist auch sein CDU-Kollege Jürgen Schuiszill: „Die Pläne sind gut. Wir haben dem immer zugestimmt.“

Sichtbarer Feuerwehrturm

Auf Grundlage des Entwurfs des Leipziger Architekturbüros Knoche entsteht mit der Metall-Fassade und dem von weitem sichtbaren Feuerwehrturm als architektonischer Höhepunkt des Gebäude-Ensembles nach Ansicht der Bezirksvertreter ein „markanter Hingucker im Eingangsbereich des Stadtteils Kalk“.

Auf dem bisherigen Zirkusplatz-Gelände zwischen Gummersbacher Straße und Bahntrassen – das gesamte Areal ist rund 17 000 Quadratmeter groß, die Nutzfläche beträgt 8300 Quadratmeter – sind um einen Übungs- und Betriebshof herum angeordnet drei Gebäudeteile vorgesehen. Hinter einem fünfgeschossigen Hauptbau für die Feuerwache befindet sich das Werkstattzentrum mit den technischen Bereichen der Berufsfeuerwehr: Kfz-Werkstatt, Gerätemeisterei, Kleiderkammer sowie Atemmasken und Geräte für Taucheinsätze. Die sind gegenwärtig noch auf fünf Stadtteile verteilt, sollen aber künftig an einem Standort gebündelt werden.

Anfang des kommenden Jahres sollen die Arbeiten beginnen. Im ersten Bauabschnitt, für den knapp zwei Jahre einkalkuliert sind, ist der Neubau der Feuerwache 10 vorgesehen. Die ist derzeit noch mit zwölf Fahrzeugen und 90 Feuerwehrleuten, 15 Notärzten und 40 Sanitätern an der Gießener Straße untergebracht ist.

Räumung im ersten Quartal

Das Deutzer Gebäude ist veraltet und marode. Zudem ist das Gelände für die Erweiterung der Fachhochschule vorgesehen. „Den bislang anvisierten Zeitpunkt für die Räumung des Areals werden wir aber nicht einhalten können“, sagte Stefan Orthmann, der bei der Feuerwehr für den Neubau zuständig ist. „Den 1. Januar 2017 schaffen wir nicht. Da rutschen wir wohl ins erste Quartal hinein.“

Nach gegenwärtigen Berechnungen belaufen sich die Gesamtkosten für das neue Feuerwehrzentrum auf rund 27,2 Millionen Euro für Planung, Bau und Einrichtung des Neubaus. „Wir hoffen, dass die Summe auch eingehalten wird“, hieß es in der Bezirksvertretung. Zumal man auch zusätzlichen Kosten von knapp 22 000 Euro für die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage zustimmte. „Das war bislang nicht vorgesehen“, hieß es in der Bezirksvertretung. Obwohl ein Fernwärmeanschluss vorhanden ist, hält die Verwaltung die Photovoltaik-Anlage „für wirtschaftlich“. Die Ausgaben dafür sollen sich bei der Strom-Eigennutzung in einem Zeitraum von etwa zwölf Jahren einspielen.