24.08.2016
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Ausbildung: Neueste Technik für Mediengestalter

Regisseur Felix Geiger (l.) und Pasquale Rödel am Bildmischpult.

Regisseur Felix Geiger (l.) und Pasquale Rödel am Bildmischpult.

Foto:

Schäfer

Humboldt-Gremberg -

Nadine Wengelnik ist konzentriert. Sie prüft, ob ihre Kamera einsatzbereit ist. In zehn Minuten geht es los. Sie und andere Schüler ihrer Klasse produzieren im Georg-Simon-Ohm-Berufskolleg ihre erste komplette Fernsehsendung. Gleichzeitig wird ein neu ausgestatteter Regieraum auf Herz und Nieren geprüft.

„Nach drei Jahren Ausbildung zur Mediengestalterin für Bild und Ton ist das mein Abschluss-Stück“, sagt die junge Frau. Die Arbeit wird bewertet und geht ins Abschlusszeugnis ein. Nadine Wengelnik sagt: „Das ist sozusagen unsere Feuerprobe. Da muss alles stimmen.“ Aber sie ist optimistisch. Schließlich hat sie nicht erst während ihrer Ausbildung begonnen, mit einer Fernsehkamera umzugehen: „Ich habe als junges Mädchen angefangen zu filmen und in meinem Ausbildungsbetrieb – einer kleinen Produktionsfirma – bin ich auch schon an Fernsehproduktionen beteiligt.“

Reportagen, Interviews, Moderation

Im Regieraum gibt Felix Geiger per Mikrofon letzte Anweisungen an das Team im Studio: „Habt ihr auch geprüft, ob alle schnurlosen Mikrofone mit geladenen Batterien bestückt sind?“ Pasquale Rödel, für die Bildmischung zuständig, bittet Kamera zwei, einen Weißabgleich vorzunehmen. „Unsere Schüler im Fach Mediengestaltung produzieren in den Abschlussklassen einen Sendung „Trainee TV“, mit der sie ihr Können unter Beweis stellen“, erklärt Axel Tecklenburg, der betreuende Lehrer. Innerhalb einer Woche bereiten sie eine Magazinsendung mit einer Länge von etwa 15 bis 20 Minuten vor. Tecklenburg: „Bezüglich Thema und Umsetzung lassen wir unseren Schülern freie Hand.“ Heute gehe es um „digitale Demenz“, die Abhängigkeit von Smartphone, Facebook und Internet. Reportagen folgen auf Moderation und Interviews.

Im Regieraum geht es hektisch zu. Regisseur Geiger und Bildmischer Rödel wechseln die Einstellungen, lassen Akteure im Studio von der Totale in die Nahaufnahme ziehen und die MAZ (Magnetaufzeichnung) abfahren.„Eine herkömmliche MAZ gibt es gar nicht mehr. Heute reicht ein Mausklick“, so Tecklenburg. Auf die neue Anlage ist er stolz. 850 000 Euro hat die Schulverwaltung für ein Studio und Kameras zur Verfügung gestellt. Die alten Anlagen waren für eine moderne Ausbildung nicht mehr geeignet. „Davon träumen manche kleinen Fernsehproduzenten“, sagt Tecklenburg.


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