31.07.2016
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Bauoberleitung: Wer saniert den Stadtautobahntunnel?

Wegen Arbeiten in dem Tunnel waren im August 2012 zwei von drei Spuren gesperrt.

Wegen Arbeiten in dem Tunnel waren im August 2012 zwei von drei Spuren gesperrt.

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stefan worring

Köln -

Bei der Sanierung des Stadtautobahntunnels in Kalk will die Stadt Bauoberleitung, Bauüberwachung und den Einsatz von Sachverständigen an Ingenieurbüros vergeben. Bei der Verwaltung selbst seien „keine freien Personalkapazitäten vorhanden“, heißt es in einer Vorlage, mit der sich der Verkehrsausschuss beschäftigte, die er aber ohne ein Votum zur Entscheidung in den Finanzausschuss verwies. Nach den Worten von Gerd Neweling, Leiter des Amtes für Brücken und Stadtbahnbau, besteht die Arbeitsgruppe für die Sanierung aller Kölner Straßentunnel lediglich aus einer Sachgebietsleiterin, zwei Bau- und zwei Elektroingenieuren. Mit diesem Personal seien Leitung und Überwachung der komplexen und aufwendigen Sanierung des Tunnels „nicht zu stemmen“.

Die Leistungen sollen jetzt europaweit ausgeschrieben werden; die Kosten werden mit rund 1,3 Millionen Euro beziffert. Die Sanierung des Tunnels soll im Herbst beginnen, 27 Monate dauern und rund 25 Millionen Euro kosten. Während der Bauzeit sollen immer zwei Spuren in jeder Richtung befahrbar sein. Nach Angaben der Verwaltung drängt die Zeit für die Stellenausschreibung, denn der Zeitplan für die Tunnelsanierung müsse eingehalten werden, um Überschneidungen mit den 2015 beginnenden Arbeiten an der Mülheimer Brücke möglichst gering zu halten.