27.08.2016
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Bildung: Kalker Schulen werden umsortiert

Die Zukunft mehrerer Schulen und Gebäude wird derzeit bei Bürgern, in der Kommunalpolitik und in der Verwaltung heftig diskutie

Die Zukunft mehrerer Schulen und Gebäude wird derzeit bei Bürgern, in der Kommunalpolitik und in der Verwaltung heftig diskutiert - auch wie es mit der Katharina-Henoth-Gesamtschule weitergeht, ist unklar.

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Ramme

Kalk/Höhenberg -

Das Schulangebot in und um Kalk wird in den nächsten Jahren neu sortiert. Die Hauptschulen Albermannstraße in Kalk und Hachenburger Straße in Humboldt-Gremberg sind ausgelaufen und inzwischen geschlossen. Dagegen werden an der Katharina-Henoth-Gesamtschule an der Adalbertstraße in Höhenberg jedes Jahr mehr Jungen und Mädchen angemeldet. Tendenz: steigend. Das Angebot an Gesamtschulplätzen reicht im Bereich Kalk schon lange nicht mehr aus.

Während bereits feststeht, was mit dem Gebäude an der Hachenburger Straße geschehen wird – dort zieht die Förderschule von der Martin-Köllen-Straße ein – ist noch unklar, was aus dem Gebäude an der Albermannstraße wird. Hier reichen die Wünsche von Bürgern und Kommunalpolitikern von neuer Gesamtschule oder einer Stadtschule bis hin zu einer neuen Grundschule. Möglich sei aber auch eine Zweigstelle der Höhenberger Gesamtschule oder eine Erweiterung der benachbarten Adolph-Kolping-Hauptschule.

Zurzeit ein Ausweichquartier

Noch bis zu den Sommerferien wird das Gebäude an der Albermannstraße von Schülern und Lehrern der Heinrich-Welsch-Förderschule für sprachbehinderte Kinder aus Flittard genutzt, deren Klassenräume gegenwärtig saniert und renoviert werden. „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Gebäudetrakt anschließend für weitere Auslagerungen benötigt wird“, heißt es in einer Antwort auf Fragen des Kalker Bezirksvertreters Heinz Peter Fischer (Linke). Die Schulverwaltung habe allerdings auch die Möglichkeit geprüft, dort – nach entsprechenden baulichen Veränderungen – einen Teilstandort der Höhenberger Gesamtschule einzurichten. Allerdings sei so eine Gesamtschul-Dependance schon alleine wegen der räumlichen Nähe besser an der Hauptschule Nürnberger Straße aufgehoben.

Da sich die Eltern in Köln gegen die vom Land favorisierte Gemeinschaftsschule ausgesprochen haben und es die von Bürgern und Mitarbeitern rund um das Projekt Kalkschmiede geforderte Stadtteilschule im Schulgesetz nicht gebe, sei rechtlich durchaus die Neugründung einer eigenständigen Kalker Gesamtschule möglich. Für solch eine Schule ist sogar schon ein Name im Gespräch. Sie solle im Gedenken an den kölschen Büttenredner, der in Kalk lebte und sich als einziger Karnevalist in seinen Witzen gegen die Nazis aussprach, Karl-Küpper-Schule heißen.

Doch für eine vierzügige Schule reichten, so die Verwaltung, die vorhandene Klassen- und Fachräume nicht aus. Zumal die benachbarte katholische Adolph-Kolping-Schule an der Falkensteinstraße als eine „vergleichsweise stabile Hauptschule“ gilt. Sie führt derzeit 24 Klassen mit insgesamt 512 Schülern. Daher plädiert die SPD an der Albermannstraße für Zusatzräume für diese Hauptschule sowie die Einrichtung einer neuen Grundschule. „Die ist im Bereich Kalk-Nord dringend erforderlich“, sagt Kölns SPD-Chef Jochen Ott. Zusätzlich wäre in dem Gebäude noch Platz für Kinder- und Jugendarbeit – etwa für den Verein Pavillon.