27.09.2016
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Kinder- und Jugendarbeit: Jugend-Pavillon eröffnet im April

Mitarbeiter des Pavillon-Vereins und Jugendliche richten die Innenräume her.

Mitarbeiter des Pavillon-Vereins und Jugendliche richten die Innenräume her.

Foto:

Ramme

Merheim -

Noch wird gebastelt, geschliffen und gestrichen – in Kürze kann mit der Jugendarbeit in dem Pavillon an der Ecke Hopfenstraße und Walnussweg begonnen werden. Wegen der langen Frostperiode hatten sich die Anschlussarbeiten an die Strom- und Kanalnetze zunächst in die Länge gezogen, nun sind sie beendet. „Die Teerdecke ist wieder geschlossen“, sagt Gerrit Krupp, Vorsitzender des Merheimer Ortsvereins der SPD: „ Am 12. April haben wir einen Grund zu feiern. Dann wird der Pavillon für Jugendarbeit in Merheim offiziell eröffnet.“ Die Feierstunde beginnt um 14.30 Uhr.

Bis dahin kümmert sich der in Kalk ansässige Pavillon-Verein noch um den Außenanstrich und die Innenrenovierung der künftigen Räume in direkter Nachbarschaft des Bauspielplatzes. So müssen noch die Wände gestrichen, die Sanitäranlagen fertiggestellt und Küche eingebaut werden. Krupp: „Nach der Eröffnung kann die Arbeit dann unmittelbar starten.“ Um die Jugendlichen aus Merheim – vor allem aus der Neubausiedlung „Merheimer Gärten“ auf dem ehemaligen Madaus-Gelände – wollen sich sowohl die Sozialpädagogen des Pavillons als auch ehrenamtliche Mitarbeiter von der Jugendarbeit der katholischen Pfarrgemeinde St. Gereon kümmern.

Umzug statt Abriss

„Von unserem Verein sind erstmals zwei feste Tage pro Woche angedacht und finanziert“, sagt Michael Janas vom Pavillon. „Über einen dritten wird derzeit verhandelt.“ Zudem soll in Kooperation mit dem Bauspielplatz unter professioneller Betreuung ein Angebot für Kinder und Jugendliche aller Altersklassen entstehen.

Im Eilverfahren war im vergangenen September die Jugendeinrichtung Pavillon, die im Bereich Kalk-Nord einem Neubauprojekt weichen musste und daher abgerissen und entsorgt werden sollte, an die nördliche Seite des Neubaugebietes auf dem früheren Madaus-Gelände verlagert worden – vor allem auf Initiative der SPD.

Professionelle Kinder- und Jugendarbeit

Anfänglichen Ängsten und Bedenken der Nachbarschaft waren die Sozialdemokraten bei einer Bürgerversammlung entgegengetreten. „Die Räume des Pavillons stehen nicht für Konzerte und Partys zur Verfügung. Solche Veranstaltungen sind schon durch die erteilte Baugenehmigung ausgeschlossen“, hatten Krupp sowie Kölns SPD-Chef Jochen Ott den Bürgern versichert.

Eine professionelle Kinder- und Jugendarbeit werde die in dem Wohnbereich bestehenden Probleme nicht ver-, sondern entschärfen, war man sich einig. Schließlich sollen die Räume des Pavillons auch für weitere soziale Zwecke zur Verfügung stehen. Geplant ist, dass regelmäßig ein Seniorentreff sowie eine Übermittagsbetreuung und eine Hausaufgabenhilfe stattfinden werden. Letztere will der „Merheimer Treff“ mit seinen Nachmittagsangeboten abdecken. Regelmäßige Nachbarschaftstreffen sind ebenfalls im Pavillon geplant.