25.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Kunst-Projekt: Schäl-Sick-Kunst aus Ehrenfeld
15. July 2013
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Kunst-Projekt: Schäl-Sick-Kunst aus Ehrenfeld

 Ishak, Kerem, Emre, Emir, Fevzi und Peter Steffen(v.l.) präsentieren den Kulturwürfel.

Ishak, Kerem, Emre, Emir, Fevzi und Peter Steffen(v.l.) präsentieren den Kulturwürfel.

Foto:

Schäfer

Vingst -

Der Stadtteil ist um einen sogenannten Kulturwürfel reicher. Die 20 Jungen und Mädchen vom Jugendtreff an der Würzburger Straße fertigten Schmuck und kleine Kunstwerke aus verschiedenen Materialien an: Holzfiguren sind darunter, Keramikarbeiten oder gemalte Bilder. Ihre Werke stellten die Jugendlichen in einem Container am Bürgerzentrum Vingster Treff aus.

Viele Werke zeigen religiöse Motive

„Wir haben auch einen fahrbaren Metallwürfel gebaut, in dem wir die Kunstwerke präsentieren“, berichtet Ishak Kaplan, einer der Gruppenleiter im Jugendtreff. Die Kinder und Jugendlichen zwischen zehn und 14 Jahren fertigten ihre Arbeiten im Kölner Jugendwerkzentrum der katholischen Jugend in Ehrenfeld an. „Dort wurden sie von Künstlern und Kunstpädagogen angeleitet“, berichtet Peter Steffen, der Leiter der Einrichtung. Während sich die Mädchen unter Leitung von Sandra Jones-Seibert vor allem mit Schmucktechniken, Keramik, Textilien und Glasbearbeitung beschäftigten, seien die Jungs hauptsächlich beim Schweißen, Bohren und Schrauben aktiv gewesen. „Das hat mir Spaß gemacht und ich habe viel gelernt, was ich später bestimmt einmal brauche“, sagt der 13-Jährige Fevzi. Er und die anderen lernten dabei auch den linksrheinischen Stadtteil kennen. Steffen: „Daher nannten wir das Projekt, das vom Landesprogramm Kulturrucksack gefördert wird, Schäl Sick triff op Ihrefeld.“

Viele der Arbeiten beschäftigen sich mit religiösen Themen. Ein Kölner Dom und ein Derwisch – ein tanzender islamischer Mönch – sind aus Glas und Metall gefertigt worden. Die Taube als interreligiöses Friedenssymbol, die Kölner Moschee und andere religiöse Bilder sind zu sehen. In der Mitte des Würfels ist eine Erdkugel installiert. Jürgen Neitzel leitet den Jugendcontainer. Er fasst zusammen: „Wir wollen zeigen, wie bunt die Welt ist – und die Menschen trotzdem eine Einheit bilden.“