27.09.2016
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LVR-Klinik: Neuer Planungsversuch nach 20 Jahren

Fahrbahn, Bürgersteig und Radweg der Wilhelm-Griesigner-Straße befinden sich derzeit in einem sehr schlechten Zustand.

Fahrbahn, Bürgersteig und Radweg der Wilhelm-Griesigner-Straße befinden sich derzeit in einem sehr schlechten Zustand.

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Norbert Ramme

Ostheim -

Ein Konzept zur Entwicklung der Grundstücke rund um die Wilhelm-Griesinger Straße ist dringend erforderlich – der Ausbau der Straße sollte geplant werden. Einen entsprechenden Antrag der SPD haben Kalks Bezirksvertreter jetzt einstimmig beschlossen und an die Stadtverwaltung weitergeleitet. „Seit rund 20 Jahren gab es immer wieder Anträge und Beschlüsse. Passiert ist nichts“, sagt SPD-Fraktionschef Oliver Krems. Sein CDU-Kollege Jürgen Schuiszill weiß, dass der erste Antrag aus dem Jahr 1994 „der älteste auf der Liste der unerledigten Dinge“ ist. „Wie schafft es die Verwaltung nur, in fast 20 Jahren dieses Thema nicht zu bearbeiten“, fragt er. Gleichzeitig räumt er ein, auch jetzt wenig Hoffnung zu haben. „Vielleicht klappt es ja bis zum 25-Jährigen.“ Fahrbahn und Bürgersteig der Straße, die von der Servatiusstraße zur LVR-Klinik führt, befinden sich seit Jahren in einem schlechten Zustand.

Ex-Bürgermeisterin Renate Canisius: „Wenn die Klinik internationale Gäste empfängt, muss man sich für solch eine Zufahrt schon schämen.“ Der Tunnel unterhalb der Autobahntunnel ist dunkel, Fußgänger und Radfahrer empfinden ihn als unsicher. Der Bürgersteig verschwindet irgendwo im Niemandsland, und auf dem angrenzenden Spiel- und Bolzplatz sind keine Kinder zu sehen. Zumindest die Straße solle, so eine Forderung der Bezirksvertreter, möglichst bald ausgebaut werden. Mit einem kombinierten Rad- und Fußweg auf der Südseite, um so die Strecke zur psychiatrischen Klinik und dem Merheimer Krankenhaus sowie die Schulwege zur Hauptschule nach Neubrück oder in Gegenrichtung zum Schulzentrum am Hardtgenbuscher Kirchweg besser zu sichern.

Grundstücke in Bauland verwandeln

Bei der Planung des Ausbaus solle jedoch berücksichtigt werden, dass über die Wilhelm-Griesinger-Straße möglicherweise künftig die Buslinie 158 in Richtung Ostheim verlängert werde – bis zur Straßenbahnhaltestelle Ostheim der Linie 9 oder zum Neubaugebiet Waldbadviertel am Langedahlweg. Die Grundstücke rechts und links der Fahrbahn möchten die Bezirksvertreter möglichst in Bauland umwandeln. Krems: „In einigen Teilbereichen müsste doch ein Wohnungsbau machbar sein.“ Das lehnt die Verwaltung ab: „Die Fläche liegt in der vor zwei Jahren festgelegten Nachtschutzzone des Flughafens. Ausnahmeregelungen treffen dort nicht zu“, sagt Wolfgang Tuch vom Stadtplanungsamt. Eine gewerbliche Nutzung sei möglich, allerdings gebe dafür keine Anfragen.

Bislang hatte die Verwaltung die Grundstücke zurückgehalten, da man dort eigentlich den städtischen Bauhof ansiedeln wollte, der sich derzeit an der Frankfurter Straße in Höhenberg befindet. Doch die Planungen hätten sich lange hingezogen – und inzwischen zerschlagen. Tuch: „Wir kriegen die Fläche nicht vermarktet. Da wartet ein städtisches Amt auf das andere. Jetzt müssen wir ganz neu in die Planung einsteigen.“ Bereits seit mehreren Jahren bestehe die Absicht, den Bereich zwischen der Autobahn, der Servatiusstraße und der Rösrather Straße zu bebauen. Im Zuge der Planung soll auch die Trassenführung der Wilhelm-Griesinger-Straße berücksichtigt und schließlich überarbeitet werden.

Einige der Grundstücke gehören der Stadt, der Großteil befindet sich in Privatbesitz. Allerdings: Entscheidungen gibt es bislang nicht – es existiert nicht einmal ein gültiger Bebauungsplan. Aus Sicht der Bezirksvertretung ist nun „eine Beschleunigung der Planung dringend geboten“.


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