27.08.2016
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Klangprobe feat. The Pummp: 70er-Jahre-Rock vom Feinsten

Martin Zienke (v.l.), Paul Hauth, Uwe Greb, Massimiliano Signiori und Dirk Hagemeister zelebrieren als The Pummp epischen Prog

Martin Zienke (v.l.), Paul Hauth, Uwe Greb, Massimiliano Signiori und Dirk Hagemeister zelebrieren als The Pummp epischen Progressiv-Rock.

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Alexander Figge

Köln -

Im Repertoire von The Pummp finden sich nur wenige radiotaugliche, kurze Songs. Im Stil von 70er Jahre Progressiv-Rock-Größen wie Yes, Genesis und Pink Floyd komponieren die fünf Jungs Stücke, die bis zu 20 Minuten dauern. „Unsere Art zu erzählen, mit Musik und Text, braucht Zeit, wir entwickeln Stimmungen und wandeln in unterschiedlichen Sphären in den Liedern“, sagt Paul Hauth. Der Sänger hat die Band vor gut vier Jahren mit Keyboarder Uwe Greb und Gitarrist Martin Zienke gegründet. Aus dieser Zeit stammt auch der Name The Pummp, der sich aus den Anfangsbuchstaben der damaligen Bandmitglieder zusammensetzt.

Nach einigen Wechseln spielt die Formation nun seit rund einem Jahr mit Schlagzeuger Massimiliano Signori und Bassist Dirk Hagemeister. Akribisch, mit viel Liebe zum Detail arbeiten die fünf Hobbymusiker seitdem immer wieder an ihren älteren Werken und natürlich an neuen Songs.

Epische 24 Minuten

Paul Hauth ist für die Texte zuständig und Uwe Greb und Martin Zienke steuern die Arrangements bei, die im Proberaum ausgearbeitet werden. Bis ein Stück fertig ist, kann es schon einmal zwei Monate dauern. Einige Songs bekommen sogar nie eine endgültige Form, wie etwa das epische „Tell me“ mit seinen 24 Minuten.

„Das Stück ist wie der Kölner Dom, wenn wir das sechs bis acht Wochen nicht gespielt haben, dann bröckelt etwas und geht verloren. Es ist ständig im Wandel“, sagt Zienke. „Tell me“ ist eine Auseinandersetzung mit dem Tod, passend zu den oft düsteren und fantastischen Arrangements der Gruppe. Zu sphärischen Synthesizer-Klängen entwickelt sich ein Zwiegespräch mit dem Tod, den der Sänger im Spiegel erblickt: „Can you tell me who you are? / Your eyes so bright and yet so far / Oh mirror let me deeply look into those eyes / Please, tell me the story that lies behind (Kannst du mir sagen wer du bist? / Deine Augen so hell und doch so fern / Spiegel, lass mich tief in diese Augen schauen / Bitte, erzähl mir die Geschichte die dahinterliegt).“

Mehr Live-Auftritte geplant

Die perfektionistische Proberaumarbeit lässt nur wenig Zeit für Live-Auftritte. Nur zwei Mal, in der jetzigen Besetzung erst ein Mal, hat die Band auf der Bühne gestanden. Ende des Jahres folgt ein dritter Gig. „Unsere Art Musik zu machen ist halt nicht gerade massentauglich und die Auftrittsmöglichkeiten sind rar“, meint Uwe Greb.

In Zukunft wollen sich The Pummp trotzdem vermehrt um Auftritte kümmern. Zurzeit arbeiten sie an den Studio-Aufnahmen ihrer Songs, die auf der bandeigenen Homepage zu hören sind. Im kommenden Jahr soll dann auch eine CD erscheinen.